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Glanzstücke im Kreis

Hier möchten wir Ihnen ganz besondere Glanzstücke aus dem Kreis Schleswig-Flensburg vorstellen:

Von Wundern und Wegen - Flüchtlinge erzählen Geschichten

Im dreitägigen Workshop „Erzähl mir was …“, den Sylke Willig vom Migrationsfachdienst des Kreises Schleswig-Flensburg gemeinsam mit Erzählkünstlerin Jana Raile durchgeführt hat, widmeten sich fünf Syrer und ein Afghane der Kraft von Geschichten. Erzählen und Bühnenpräsenz beherrschten die meisten schnell, als hätten sie es mit der Mutter

milch aufgesogen. Aber nun wurde an Charakteren gefeilt, Grenzen um Akzeptanz, Respekt, Selbstwertgefühl wurden ausgelotet und Emotionen zum Ausdruck gebracht – und das alles vielsprachig, ausdrucksstark und oft mit mehrfacher Übersetzung.

Die Themen der frei ausgewählten Geschichten wurden zum Spiegel der aktuellen Situation. Es ging um Macht und Ohnmacht, List und Unschuld, Verrücktsein und Treue. Obgleich keiner der Teilnehmer vorher einen Hakawati (Arabisch für Erzähler) oder Rhesse Gu (Farsi) erlebt hatte, sprang der Spaß am Erzählen schnell über und begeisterte alle Beteiligten: die Erzähler, die Lehrenden und das Publikum. Das Fazit eines Teilnehmers: „Heute waren wir nicht nur Bittsteller, sondern konnten auch etwas zurückgeben und ein Stück unserer Kultur wiederentdecken.“

Zum Film

 

Der Interkulturelle Garten Schleswig (IKG Schleswig)

Am Samstag, den 21. Mai 2016 ist der Interkulturelle Garten in Schleswig eröffnet worden. Bei gutem Wetter wurde gesungen, Musik gespielt, getanzt und natürlich auch geschmaust. Danke allen Besuchern und Pflanzenspendern.

Ab dem 31. Mai 2016 ist der Garten dann jeden Dienstag von 15 bis 17 Uhr als offener Treff zum Tee- und Kaffetrinken, Spielen und Fachsimpeln geöffnet.

Sie finden den Garten in der Kleingartenanlage Altstadt im Kattenhunder Weg 40 in Schleswig.

 

NTERKULTURELLE GÄRTEN

…als Integrationshilfe für Migrantinnen und Migranten

…zur Friedensförderung in gefährdeten Stadtteilen

…zum Wurzeln schlagen in der neuen Heimat für Flüchtlinge

...durch sinnvolle naturnahe Arbeit von der Opfer- in die Akteurperspektive gelangen

…bringen Natur in die Stadt

...zur Wiedererlangung von Selbstwirksamkeit und Eigeninitiative für Flüchtlinge

...als therapeutische Traumaverarbeitung für Folter- und Kriegsopfer

Ein Interkultureller Garten ist ein gemeinschaftlicher und meist ökologischer Garten, der von Migrantinnen und Migranten verschiedener Herkunft, Ethnie und Religion sowie von Deutschen bepflanzt wird. Meist hat jede Person oder Familie ein eigenes Beet, das sie selbständig bepflanzen kann, daneben gibt es Gemeinschaftsflächen wie beispielsweise einen Kräutergarten oder Frühbeete, die von allen gemeinsam gepflegt werden. Es besteht viel Freiraum in Gestaltung und Einsatz eines solchen Projekts.

Es gibt in Deutschland bereits viele solcher erfolgreicher Projekte und auch Beschreibung derselben (z.B. die Ahrensburger Gärten der BegegnungInterkultureller Garten in Rostock)- Im Rahmen der Interkulturellen Woche 2016 stellen sich die Projektpartner mit verschiedenen Aktivitäten und Angeboten vor, z.B. mit einer interreligiösen Erntedank-Feier im Interkulturellen Garten in Aalen, 2013). Der Filmbeitrag "Last uns Heimat teilen!" von Ella von der Haide, Aalen, zeigt anschaulich das Miteinander im Aalener Garten: /Zum Film und der Interkulturelle Garten in Schleswig mit einem Märchen-Feuer-Abend am Tag des Flüchtlings - 30. Sept. 2016 um 18 Uhr

Die Stiftung Interkultur in Deutschland ist eine Koordinationsstelle der Interkulturellen Gärten in Deutschland (http://anstiftung.de/urbane-gaerten).