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Fragen im Alltag - Deutsch

Die Ausführungen zu den einzelnen Themen sollen Ihnen einen ersten Überblick verschaffen, ersetzen jedoch keine Beratung in den Migrationsberatungsstellen oder den zuständigen Behörden.

Aktuelle Programme für Geflüchtete

Hier finden Sie eine Übersicht der aktuellen Programme für Geflüchtete

Bei Interesse wenden Sie sich an die Migrationsberatungsstellen sowie Jugendmigrationsdienst des Kreises Schleswig-Flensburg, an die zuständige Bundesagentur für Arbeit sowie die Mitarbeiter des Jobcenters.

BÜFAA („Begleiteter Übergang für Flüchtlinge in Arbeit und Ausbildung in Schleswig-Holstein)

Ziel des Programms ist es, die Teilnehmenden an den deutschen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt heranzuführen und durch nachhaltige Begleitung entweder in eine Ausbildung, ggf. zuvor in eine Einstiegsqualifizierung, oder in Arbeit zu integrieren.

Das Programm richtet sich an:
· Asylbewerberinnen und -bewerber mit guter Bleibeperspektive (derzeit: Eritrea, Irak, Iran, Syrien)
· Geduldete mit Arbeitsmarktzugang sowie an
· Asylberechtigte und anerkannte Flüchtlinge, wenn sie die Schulpflicht erfüllt haben.

Weitere Infromationen zu BÜFAA finden Sie hier.

BÜFAA (PDF, 198 KB)

Arbeit und Beruf

Nach Ihren ersten Schritten in Deutschland wird ein weiteres Thema für Sie sehr interessant und wichtig sein. Neben dem Spracherwerb möchten Sie sich über Ihren beruflichen Weg weitgehend erkundigen. Hier finden Sie ausführliche Informationen zum Thema Arbeit und Beruf.

Zugang zum Arbeitsmarkt für Flüchtlinge

Zugang zum Arbeitsmarkt für Flüchtlinge hängt von ihrem Status und Aufenthaltsdauer ab.

Für Asylbewerber (ein Antrag auf Asyl wurde gestellt) und Geduldete (der Antrag auf Asyl wurde abgelehnt) besteht in den ersten drei Monaten des Aufenthalts ein Arbeitsverbot.

Ab dem vierten Monat kann die Ausländerbehörde eine Beschäftigungserlaubnis für eine konkrete Beschäftigung erteilen (Prüfung der Arbeitsbedingungen).

Asylbewerbern aus sicheren Herkunftsstaaten (zurzeit Albanien, Bosnien und Herzegowina, Ghana, Kosovo, Mazedonien, Montenegro, Senegal, Serbien) ist es während des Asylverfahrens nicht erlaubt zu arbeiten, wenn der Asylantrag nach dem 31.08.2015 gestellt wurde.

Im Zuge des Integrationsgesetztes können auch folgende Tätigkeiten für Asylbewerber/Geduldete nach Ablauf der Wartefrist von 3 Monaten ohne Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit  ausgeübt werden. Dazu zählen zum Beispiel:

  - die Berufsausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf oder
  - eine Beschäftigung als Hochqualifizierter oder anerkannter Hochschulabsolvent mit einem   Bruttojahreseinkommen von 48.400 EUR (Blaue Karte EU).

Auch Hospitationen in Betrieben sind direkt möglich, bedürfen keiner Genehmigung und Abstimmung.

Für Praktika zur Berufsorientierung und ausbildungsbegleitende Praktika ist Abstimmung mit der Ausländerbehörde erforderlich, Genehmigung der Bundesagentur für Arbeit entfällt für Praktika bis zu 12 Wochen.

Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit informiert über die Bedingungen der Arbeits- und Praktikumsaufnahme in Deutschland. Weiterhin erteilt in bestimmten Fällen eine Zustimmung bzw. Ablehnung. Weitere Informationen finden Sie auf www.zav.de.

Wenn Sie als Flüchtling anerkannt wurden (Asylberechtigte), erhalten Sie den uneingeschränkten Zugang zum Arbeitsmarkt, somit haben Sie gleiche Rechte wie ein anderer deutscher Bürger.

Hier finden Sie den Vordruck zur Arbeitserlaubnis. 

Antrag Arbeitserlaubnis (PDF, 54 KB)

Berufsberatung, Ausbildungs- und Arbeitsvermittlung

Für Asylsuchende sind für die Berufs- und Vermittlungsberatung Agenturen für Arbeit zuständig. Auch während der Wartefrist/ des Arbeitsverbots innerhalb der ersten drei Monate bei einer Duldung und Aufenthaltsgestattung besteht ein Anspruch auf Beratung. Um mögliche Leistungen und Unterstützung bei der Integration in den Arbeitsmarkt zu erhalten, sollen sich Menschen mit Aufenthaltsgestattung/Duldung frühzeitig bei der für sie zuständigen Agentur für Arbeit arbeitssuchend melden.

Für anerkannte Flüchtlinge, die ins SGB II wechseln, sind dann die Jobcenter für die Vermittlung und Beratung zuständig.

Einen passenden Ausbildungs- oder Arbeitsplatz zu finden, ist nicht immer einfach.  

Man muss selbst aktiv werden, sich weitgehend informieren und viele Beratungsstellen aufsuchen.

Eine davon ist das Berufsinformationszentrum (BIZ) der Agentur für Arbeit. Dort erhalten Sie passende Informationen zu verschiedenen Berufen und den damit verbundenen Qualifikationen. Darüber hinaus können Sie einen persönlichen Beratungstermin mit einem Arbeitsvermittler kurzfristig vereinbaren.

Welche Agentur für Arbeit in Ihrer Region für Sie zuständig ist, finden Sie auf der Seite der Agentur www.arbeitsagentur.de unter Menüpunkt: Kontakt/Anschriften der Agenturen vor Ort.

Weiterhin werden oft an weiterbildenden Schulen Berufsberatungen für Schüler angeboten. Berufserprobungen in den Betrieben sind ebenfalls über die Pflicht- sowie freiwillige Praktika möglich. Erkundigen Sie sich bitte an der jeweiligen Schule, welche Möglichkeiten Ihnen zur Verfügung stehen.

IHK Lüneburg_ Film über duale Ausbildung (arabisch)

Arbeitssuche

Sie können sowohl in der örtlichen Presse als auch im Internet nach aktuellen Arbeitsangeboten suchen.

Es gibt viele Jobportale, die Ihnen bei der Suche nach einer passenden Tätigkeit mit entsprechenden Qualifikationen helfen können, u.a. die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit. Sie können sich dort anmelden und Ihr Profil selbst gestalten. Diese detaillierten Informationen über Ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten können z. B. für einen Arbeitgeber sehr attraktiv sein. Je umfangreicher Ihr Profil, desto mehr Chancen haben Sie auf eine Einstellung.

In den regionalen Zeitungen werden weitere Arbeitsstellen, meistens mittwochs und samstags, veröffentlicht.

Bewerben

Es gibt verschiedene Arten der Bewerbungen, die in Deutschland praktiziert werden. Eine erfolgreiche Bewerbung führt in der Regel zu einer Einstellung, ist somit von enormer Bedeutung. Man kann sich persönlich, telefonisch, online sowie schriftlich oder per E-Mail bei einem Arbeitgeber bewerben. In der Stellenanzeige ist in der Regel angegeben, welche Bewerbung erwünscht wird. Meistens werden von den Bewerbern schriftliche Bewerbungsunterlagen mit einem Anschreiben, einem Lebenslauf (meist mit Foto und Unterschrift), Zeugnissen und Arbeitsnachweisen angefordert. Die müssen jedoch in deutscher Sprache vorliegen.

Die Unterlagen sind oft für eine erfolgreiche Bewerbung entscheidend. Somit sollten Sie sich mit diesem Thema intensiv beschäftigen und gute Tipps einholen. Diverse Bewerbungstrainingsangebote werden oft kostenfrei u.a. von der Agentur für Arbeit durchgeführt. Man kann sich ebenfalls im Internet ausführlich informieren und Standardbeispiele anschauen. Ihre Unterlagen sollten jedoch individuell erstellt werden, damit Sie als Bewerber dem Arbeitgeber sofort positiv auffallen.

Anerkennung von ausländischen Abschlüssen

Ein Schulabschluss, Berufsabschluss oder Hochschulstudium aus dem Ausland muss erst von einer zuständigen Stelle in Deutschland überprüft werden, bevor eine schriftliche Anerkennung erfolgt. Mit der Anerkennung haben Sie bessere Chancen in den Arbeitsmarkt integriert zu werden. Fachkräfte von „übermorgen“ werden händeringend gesucht.

Ob Sie eine Anerkennung benötigen, wenn Sie in Ihrem erlernten Beruf arbeiten möchten, erfahren Sie auf der Internetseite www.anerkennung-in-deutschland.de. Dort erhalten Sie auch Informationen dazu, welche Stellen für Ihren Beruf zuständig sind oder wo Sie eine weitergehende Beratung erhalten können. Für Ihre Fragen steht Ihnen außerdem die Telefon-Hotline des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung (Telefonnummer: + 49 30 1815 -1111).

Viele Berufe – die sogenannten nicht reglementierten Berufe – können Sie auch ohne eine formelle Anerkennung Ihrer Berufsqualifikation ausüben. Für den potenziellen Arbeitgeber ist es auch in diesem Fall sinnvoll eine Anerkennung durchzuführen, um die vorhandenen Fertigkeiten und Fähigkeiten des Bewerbers zu ermitteln.

Wichtige Schritte im Anerkennungsverfahren:

  • Eine Beratungsstelle wird vor Ort aufgesucht
  • Ein Antrag auf Anerkennung wird über eine Beratungsstelle gestellt.
  • Folgende Unterlagen müssen vorliegen:

Beglaubigte Kopien der Abschlüsse

eine Übersetzung durch einen beeidigten Übersetzer in Deutschland (siehe Datenbank der beeidigten Übersetzer auf dem Justizportal des Bundes und der Länder www.justizdolmetscher.de ) oder eine Übersetzung durch einen im Ausland anerkannten Übersetzer.

Eine Beglaubigung Ihrer Dokumente erhalten Sie oft in Einwohnermeldeämtern oder bei kirchlichen Institutionen. Erstellung der Beglaubigung sowie Anfertigung der Übersetzungen sind kostenpflichtig. Für das Anerkennungsverfahren fallen ebenfalls Kosten an. In bestimmten Fällen können die Kosten übernommen werden.

Seit kurzem ist zum Thema Anerkennung eine neue App „Anerkennung in Deutschland“  www.anerkennung-in-deutschland.de/app entstanden. Das Portal ist in Deutsch, Englisch, Spanisch, Italienisch, Rumänisch, Polnisch, Türkisch, Griechisch und Arabisch verfügbar.

Hier finden Sie eine Infobroschüre vom IQ-Netzwerk zum Thema "Integration durch Qualifizierung" u. a. zur Anerkennung der Abschlüsse.

IQ Netzwerk (PDF, 6,1 MB)

IQ Flyer -Mehrsprachig (PDF, 936 KB)

Für den Kreis Schleswig-Flensburg können Sie folgende Beratungsstellen kontaktieren:

Telefon: 0461 80 799-82
Mobil: 0152 53652611
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Telefon: 0461 806 806
Fax: 0461 806 9806
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Telefon: 04621 87 246
Fax: 0421 87 626
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Hinweis: Sprechzeiten: Mo. und Do. von 9-12 Uhr; Mi.und Fr von 14-16 Uhr und n. Vereinbarung; Außensprechstunden: Harrislee, Bürgerhaus, Süderstraße 101 jeden 1. und 3. Mittwoch im Monat von 14-16 Uhr; Kropp, Bücherei, Schulstr. 20 jeden 1. und 3. Dienstag im Mona
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Telefon: 04621 3811 56
Fax: 04621 3811 38
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Hinweis: Sprechzeiten: Mo:8-12 Uhr;Di. u. Do.:14-17 Uhr; Mi. u. Fr.:8-10 Uhr; Beratung auch in FL möglich
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Weitere Anerkennungs- und Qualifizierungsberatungen finden Sie hier

Berufliche Weiterbildung

Berufliche Aus- und Weiterbildung ist in Deutschland ein sehr wichtiges Thema. Neben einer abgeschlossenen Ausbildung müssen oft weitere Qualifikationen erworben und Zusatzpraktika absolviert werden. Auch im Falle einer Teilanerkennung der Abschlüsse kann berufliche Weiterbildung den Ausgleich schaffen und zu einer Vollanerkennung führen. Weiterbildungsseminare werden ebenfalls im Berufsleben stets angeboten, um die Mitarbeiter auf dem neuesten Stand zu halten.

Es gibt verschiedene Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen:

  • Kurse und Seminare,
  • Umschulungsprogramme,
  • Studium (Fernstudium),
  • Onlineportale.

In Deutschland sind überwiegend die Bundesagentur für Arbeit, das hiesige Jobcenter und diverse Weiterbildungsinstitute für dieses Thema zuständig.

Das IQ-Netzwerk mit dem Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung“ (IQ), zahlreiche Fachhochschulen und Universitäten sowie Migrationsberatungsstellen bieten ebenfalls Berufsberatung zur Weiterbildung an.

Anbei der aktuelle Flyer vom IQ-Netzwerk

IQ Netzwerk (PDF, 6,1 MB)

Existenzgründung und Selbständigkeit

Existenzgründung bedeutet Gründung eines Unternehmers (Existenz), in anderen Worten Gründung einer Selbständigkeit.

Bei einer Existenzgründung spielen Finanzen eine enorme Rolle. Eine zielführende Beratung und genaue Vorbereitung kann das finanzielle Risiko für das Unternehmen minimieren. Um die Neugründer mit guten Ideen effektiv zu unterstützen, können staatliche Fördermittel beantragt werden.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite der Bundesagentur für Arbeit unter www.arbeitsagentur.de.

Arbeitsrecht: Arbeitszeit, Urlaub, Krankheit, Kündigung

Arbeitszeit

Von der Schichtarbeit bis zu den Ruhepausen regelt das Arbeitszeitgesetz die Rahmenbedingungen für Arbeitnehmer.

Wer eine Vollzeitstelle übernimmt, muss in Deutschland mit einer Arbeitszeit zwischen 37,5 und 40 Stunden pro Woche rechnen. Es ist auch möglich, in Teilzeit zu arbeiten. Die maximale Arbeitszeit pro Woche ist gesetzlich begrenzt, durchschnittlich auf 48 Stunden. In der Regel arbeitet man von Montag bis Freitag. Gesetzlich zulässig ist Arbeit an allen Werktagen der Woche (Montag bis Samstag) sowie Nacht- und Schichtarbeit. In vielen Bereichen, zum Beispiel im Gesundheitswesen, in der Gastronomie und in Verkehrsbetrieben, ist auch Arbeit an Sonn- und Feiertagen erlaubt.

Das Arbeitszeitgesetz sorgt für die Sicherheit und den Gesundheitsschutz der Arbeitnehmer: Laut diesem Gesetz muss man ab einer Arbeitszeit von sechs Stunden eine Pause von 30 Minuten einlegen. Ab neun Stunden verlängert sich diese Pause auf 45 Minuten.

 

Urlaub

Jeder Arbeitnehmer hat ein Recht auf Urlaub! So will es das Bundesurlaubsgesetz (BurlG). Nach sechs Monaten in einem Unternehmen haben Mitarbeiter vollen gesetzlichen Urlaubsanspruch. Wer fünf oder sechs Tage pro Woche arbeitet, hat Anspruch auf mindestens vier Wochen Urlaub, das Bundesurlaubsgesetz gibt 24 Werktage vor, zählt aber auch den Samstag als Werktag. Wer fünf Tage die Woche arbeitet, hat somit Anspruch auf 20 Tage Erholungsurlaub.

Krankheit

Wer krank ist und nicht arbeiten kann, muss es dem Arbeitgeber sofort melden. Spätestens am vierten Tag der Abwesenheit muss eine Bescheinigung vom Arzt (Attest, Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung) vorgelegt werden.

Bei Krankheiten, die bis sechs Wochen dauern, bezahlt der Arbeitgeber das volle Gehalt. Danach wird das Krankengeld (70% des Lohnes) über die gesetzliche Krankenkasse ausgezahlt. Wer privat krankenversichert ist, muss sich bei seiner Krankenkasse erkundigen. Dort gelten verschiedene Sätze und Regeln.

 

Genaue Informationen über Ihre Krankheit müssen Sie dem Arbeitgeber nicht verraten!

 

Kündigung

Grundsätzlich hat sowohl der Arbeitnehmer als auch der Arbeitgeber das Recht, den Arbeitsvertrag zu kündigen. In beiden Fällen muss schriftlich gekündigt werden. Maßgeblich für eine Kündigung sind die Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB).

Je länger man für ein Unternehmen arbeitet, desto länger ist die gesetzliche Kündigungsfrist, wenn der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis kündigt. Der Arbeitnehmer kann, anders als der Arbeitgeber, nach Ablauf der Probezeit grundsätzlich mit einer Frist von nur vier Wochen zum Fünfzehnten oder Ende eines Monats kündigen – unabhängig von der Beschäftigungszeit.

Es gibt einen besonderen Kündigungsschutz. Dieser gilt u.a. für Schwangere, Mütter und Betriebsratsmitglieder.

Weitere Informationen zum Arbeitsrecht finden Sie auf der Seite des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales unter www.bmas.de.

Einkommen (Mindestlohn) und Steuern

Das Einkommen (genannt auch Gehalt, Lohn, Vergütung, Entgelt) ist ein Bestandteil des Arbeitsvertrages. In der Stellenanzeige finden Sie genaue Informationen zur Entlohnung, oft wird ein Tarifvertrag abgeschlossen. Je nach Art der Tätigkeit gibt es einen Stundenlohn oder ein Monatsgehalt. Arbeitnehmer im Außendienst erhalten in der Regel Provision (Zusatzbezahlung).

Weitere Bestandteile des Arbeits-, Tarifvertrages sind in der Regel Regelungen zum Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld. Zusätzliche Einkommensbestandteile können die Bereitstellung eines Firmenwagens sein, Handy oder Laptop, die privat genutzt werden dürfen, aber auch eine Betriebsrente oder Sonderkonditionen bei Versicherungen, wie Krankenversicherung oder Lebensversicherung.

Mindestlohn

Nach dem Mindestlohngesetz gilt in Deutschland seit dem 1. Januar 2015 ein flächendeckender allgemeiner gesetzlicher Mindestlohn für Arbeitnehmer und für die meisten Praktikanten in Höhe von 8,50 € brutto je Zeitstunde.

Der Mindestlohn gilt für alle Arbeitnehmer über 18 Jahren in allen Branchen. Bis 2017 gibt es noch Ausnahmen:

  •  Arbeitnehmer unter 18-Jährige ohne Berufsabschluss
  •  Langzeitarbeitslose
  •  Ehrenamtliche
  •  Schüler und Studenten in einer Berufsausbildung
  •  Praktikanten in einem freiwilligen Praktikum nicht länger als 3 Monate

Neu: Am 1. Januar 2017 wurde der Mindestlohn auf 8,84 € angehoben.

Steuern

Das Einkommen wird in Deutschland versteuert. Als Arbeitnehmer erhalten Sie monatlich den Nettobetrag in der Regel auf Ihr Konto überwiesen. Von Ihrem Bruttogehalt werden folgende Abgaben abgezogen:

  • Rentenversicherung
  • Krankenversicherung
  • Arbeitslosenversicherung
  • Pflegeversicherung
  • Lohnsteuer
  • Solidaritätszuschlag
  • Eventuell Kirchensteuer

Je höher das Einkommen, steigen prozentual auch die Abgaben.

Als Selbständige müssen Sie selbst Ihr Einkommen beim Finanzamt versteuern.

Es gibt in Deutschland sechs Steuerklassen, die die Höhe der Lohnsteuer regeln. Welche Steuerklasse für Sie in Frage kommt, können Sie mit einem Steuerklassen-rechner ermitteln.

Weitere Informationen zum Steuerrecht erfahren Sie auf der Seite des Bundesfinanzministeriums www.bundesfinanzministerium.de unter dem Menüpunkt Service/Glossar.

Aufenthalt und Ausländerrecht

Wenn Sie Ihren Lebensmittelpunkt nach Deutschland verlegen möchten oder bereits nach Deutschland gezogen sind, sind die Regelungen des Aufenthaltsrechts für Sie besonders wichtig. Die Ausländerbehörde der Kreisverwaltung ist für alle aufenthaltsrechtlichen Angelegenheiten ebenso wie für die Erlaubnis zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit zuständig.

Bei Fragen zu ihrem Aufenthaltstitel, zur Arbeitserlaubnis oder zum Ausländerrecht wenden Sie sich bitte an die für Sie zuständige Ausländerbehörde.

Die Ausländerbehörde arbeitet nach Terminvergabe, darum wenden Sie sich zur Terminvereinbarung an Ihren Ansprechpartner. Donnerstags von 8.30 bis 12 Uhr und 14 bis 17 Uhr können Sie ausschließlich zur Verlängerung ihres Ausweises ohne eine vorherige Terminvergabe zur Ausländerbehörde gehen.

Fragen Sie vorher unbedingt telefonisch nach, welche Unterlagen die Mitarbeiter der Ausländerbehörde von Ihnen benötigen. So vermeiden Sie unnötige Wege.

Unterstützung bekommen Sie auch bei der Migrationsberatung Schleswig-Holstein und dem Jugendmigrationsdienst.

Zuständigkeiten in der Ausländerbehörde (XLSX, 14 KB)

Das Asylverfahren

BAMF_Ablauf eines Asylverfahrens (div. Sprachen)

asyl net_ Informationsblatt zur Anhörung im Asylverfahren (div. Sprachen)

Der Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein e.V. hat eine Handreichung für Afghanen in deutsch und dari erstellt. Hier wird das Asylverfahren sowie Möglichkeiten der Aufenthaltsverfestigung außerhalb des Asylverfahrens erklärt. (Stand März 2017)

Banken und Versicherungen

Girokonto

In Deutschland werden viele Zahlungen über die sogenannten Girokonten abgewickelt. Ein Girokonto bedeutet ein von einer Bank geführtes Konto, das für den bargeldlosen Zahlungsverkehr genutzt wird. Regelmäßige Zahlungseingänge und Zahlungsausgänge werden dort gebucht. Über dieses Konto bezahlt man ebenfalls diverse Rechnungen wie Miete, Strom, Heizung, Versicherungen, die monatlich anfallen. Wenn die Beiträge gleich bleiben, kann man einen Dauerauftrag einrichten, damit die Bank das Geld automatisch vom Konto abbuchen kann.

Die Konditionen bei diversen Banken sind sehr unterschiedlich. Man darf sich eine Bank seiner Wahl aussuchen. Vergleichen Sie die Kosten und Bedingungen bei den Banken, bevor Sie ein Girokonto eröffnen. Es gibt Banken, die die Nutzungsgebühren monatlich berechnen. Girokonten sind somit nicht immer kostenfrei!

Dispositionskredit (Dispo)

Wenn ein Girokonto eröffnet wird, wird häufig ein Dispositionskredit von der Bank gewährt. Es handelt sich um einen Überziehungskredit, d. h., Sie können über zusätzliches Geld verfügen, das momentan nicht vorliegt. Die Bank setzt die Grenze der Ausgaben fest und berechnet hohe Zinsen für die ausgeliehenen Beträge. Man muss sehr vorsichtig sein, damit man nicht gleich ungeregelte Schulden aufbaut.

Privatkredit

Banken bieten ebenfalls private Kredite für bestimmte Anschaffungen an. Für das ausgeliehene Geld, wie beim Dispokredit, verlangt die Bank hohe Zinsen. Die Laufzeit hängt auch von der Summe des Kredits und der Höhe der monatlichen Rate ab.

Erkundigen Sie sich bei diversen Banken nach den Konditionen, damit Sie ein seriöses Angebot erhalten und die monatliche Belastung finanziell tragen können.

Wenn Sie einen Kredit nicht mehr bezahlen können, suchen Sie eine Schuldnerberatungsstelle vor Ort auf. Weitere Informationen zur Schuldnerberatung für den Kreis Schleswig-Flensburg gibt es auf der Seite des Kreises.

Gesetzliche Sozialversicherung

Die gesetzliche Sozialversicherung ist in Deutschland die wichtigste Institution der sozialen Sicherung und bietet allgemeinen finanziellen Schutz bei Krankheit, Arbeitslosigkeit, Pflegebedürftigkeit und im Alter. Dadurch wird jedem Betroffenen ein menschenwürdiger Lebensstandard garantiert, auch wenn man sich nicht mehr selbst finanzieren kann.

Die Sozialversicherung ist eine Pflichtversicherung. Die Hälfte wird vom Arbeitgeber übernommen. Die andere Hälfte bezahlen die Arbeitnehmer selbst. Die Abgaben werden direkt vom Bruttolohn abgezogen und die Beiträge an die Träger gezahlt. Die Höhe richtet sich nach dem Einkommen.

Rentenversicherung

Die Rentenversicherung dient der finanziellen Absicherung im Alter, wenn man nicht mehr berufstätig ist und eine Rente bezieht. Grundsätzlich sind alle in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert. Bis zum Jahr 2012 durfte man die Rente ab dem 65. Lebensjahr beziehen. Ab 2013 steigt das Rentenalter stufenweise bis zum 67. Lebensjahr allmählich an. Ab 2029 wird die Altersgrenze ab dem 67. Lebensjahr für alle gelten, die nach 1964 geboren wurden. Besondere Regelungen sind ebenfalls zugelassen.

Die Beiträge zur Rentenversicherung werden wie alle anderen Beiträge vom Bruttolohn abgezogen und zur Hälfte vom Arbeitgeber getragen. Die Höhe richtet sich nach dem Einkommen. Ab einer gewissen Einkommenshöhe steigt der Beitrag nicht mehr.

Die gesetzliche Rente wird geringer als das reguläre Einkommen ausfallen, somit sollen Sie sich zusätzlich absichern und z. B. durch eine private Rentenversicherung die Ausgleiche schaffen!

Krankenversicherung

Die gesetzliche Krankenversicherung gehört zu den Pflichtversicherungen und deckt die Krankheitskosten, Vorsorgeuntersuchungen und weitere Kosten ab, die mit unserer Gesundheit verbunden sind. Im Fall der längeren Krankheit (über sechs Wochen) übernimmt die Krankenversicherung die Ersatzleistung für das Gehalt, das sogenannte Krankengeld.

Bei einer Selbständigkeit können Sie sich entweder gesetzlich oder privat krankenversichern.

Bei den privaten Krankenversicherungen gibt es enorme Unterschiede. Informieren Sie sich umfangreich über den Leistungsumfang und Höhe der Beiträge. Vergleichen lohnt sich, man spart dadurch viel Geld!

Pflegeversicherung

Die Pflegeversicherung sichert Ihnen wie alle bisher genannte Versicherungsarten Ihre Existenz und bietet Ihnen im Alter und aufgrund einer Erkrankung finanzielle Unterstützung, wenn Sie auf Pflege von anderen angewiesen werden. Außerdem werden aus der Pflegeversicherung Entschädigungen für die Menschen bezahlt, die ihre Angehörige pflegen und dadurch sich selbst nicht finanzieren können. Gesetzlich Versicherte sind automatisch pflegeversichert. Private Krankenkassenmitglieder müssen sich zusätzlich versichern lassen!

Unfallversicherung

Die gesetzliche Unfallversicherung bietet Ihnen finanzielle Unterstützung in den Folgen von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten. Zu den Arbeitsunfällen zählen auch Unfälle, die sich auf dem Weg zur Arbeit und zur Schule ereignen sowie von der Schule und Arbeit nach Hause.

Arbeitslosenversicherung

Im Falle der unverschuldeten Arbeitslosigkeit wird man vom Staat finanziell unterstützt. Außerdem hat man dadurch Anspruch auf weitere Angebote wie z. B. Beratung, weiterbildende Seminare und sämtliche Förderleistungen. Für die Arbeitslosenversicherung ist die Bundesagentur für Arbeit zuständig.

Arbeitslosengeld

Anspruch auf Arbeitslosengeld erwirbt man erst, wenn die letzte versicherungspflichtige Beschäftigung mindestens zwölf Monate gedauert hat. Der Antrag wird bei der zuständigen Bundesagentur für Arbeit persönlich gestellt. Die Voraussetzungen müssen erst überprüft werden. Arbeitslosengeld erhält man maximal für 12 Monate, ab dem Alter von 50 Jahren für maximal 13 Monate, ab einem Alter von 55 Jahren für maximal 18 Monate und ab 58 Jahren für maximal 24 Monate.

Wenn Sie einen befristeten Vertrag haben, müssen Sie sich drei Monate vor dem Vertragsende arbeitssuchend melden.

Wenn Sie sich nicht rechtzeitig melden, kann eine Sperrzeit eintreten. In der Zeit haben Sie keinen Anspruch auf Leistungen.Wenn Sie vom Arbeitgeber gekündigt worden sind (schriftlich bestätigt), müssen Sie sich umgehend, spätestens am dritten Tag persönlich bei der Agentur für Arbeit melden.

Arbeitslosengeld II

Sind Sie bereits länger als 12 Monate arbeitslos, haben Sie trotz dessen Anspruch auf finanzielle Unterstützung vom Staat. Weitere Informationen finden Sie zu dem Arbeitslosengeld II unter dem Menüpunkt Soziale Leistungen.

Private Versicherungen

Neben den gesetzlichen Versicherungen gibt es viele private Versicherungen, die ebenfalls sehr wichtig sind. Diese Versicherungen werden direkt von den Verbrauchern abgeschlossen und nicht wie bei den gesetzlichen Versicherungen vom Staat finanziell unterstützt. Jede Versicherung kostet Sie denn Geld.

Bevor Sie eine Versicherung abschließen, müssen Sie sich erkundigen, welche Leistungen im Beitrag enthalten sind und ob Sie gut versichert sind. Verbraucherzentralen können Sie umfangreich beraten. Wenden Sie sich an die zuständige Verbraucherzentrale vor Ort.

 

Anbei die meisten privaten Versicherungen im Überblick:

Privathaftpflichtversicherung
(gerade für Familien mit Kindern sehr wichtig!)

Durch unvorsichtiges Handeln, Leichtsinn oder Versehen kann man jemandem einen Schaden hinzufügen. Dafür haftet man mit seinem Vermögen.

Private Haftpflichtversicherung sichert diese Fälle ab und sorgt dafür, dass der Schaden ausgeglichen wird. Manchmal handelt es sich nicht um kleine Beträge, sondern um hohe Summe, die man selbst nicht tragen kann. Somit gehört die private Haftpflichtversicherung zu den wichtigen Absicherungen, die man empfehlen kann.

Im Falle eines Schadens könnten folgenden Kosten über die Versicherung abgedeckt werden:

  • Krankenhauskosten
  • Kosten für die Rehabilitation
  • Arztkosten
  • Schmerzensgeld
  • Rentenzahlung

Hausratversicherung

Diese Versicherung sichert die gesamte Einrichtung des Wohnraumes (Wohnung, Haus etc.) ab. Wenn plötzlich eingebrochen wird oder die Wohnung ausbrennt, sind dann alle Einrichtungsgegenstände, in einer festgelegten Höhe (beim Abschluss des Vertrages), versichert. Die Versicherungssumme muss dem Wert der Gegenstände in der Wohnung entsprechen, damit alle Kosten im Falle eines Schadens gedeckt werden könnten.

Die Versicherung tritt ein:

  • bei Hagelschäden, bei Sturmschäden, Leistungswasserschäden,
  • Einbruch, Raub und Vandalismus.

Weitere Kosten wie Aufräumarbeiten oder Übernachtungskosten werden ebenfalls mitversichert. Schäden durch Überschwemmung wie z.B. einer Sturmflut, Erdbeben oder auch Lawinen, also Naturereignissen sind durch eine Hausratversicherung im Normalfall nicht abgedeckt. Dafür muss eine zusätzliche Hausratsversicherung abgeschlossen werden.

Im Falle eines Schadens muss sich der Kunde umgehend mit dem Versicherer (meistens gibt es einen Ansprechpartner oder Hotline-Service, s. Versicherungs-schein) in Verbindung setzen. Der Schaden soll möglichst treu abgebildet werden, Zeugen können genannt werden. Nach der Meldung wird der Versicherungsträger Sie über die Abwicklung des Schadens informieren und weitere Schritte einleiten.

Diese Vorgehensweise ist üblich für viele Schadensfälle, nicht nur für die Hausratsversicherungen. Falls Sie Hilfe benötigen, können Sie sich bei der Verbraucherzentrale melden.

Ein Versicherungscheck (Beratung durch den Fachmann) wird immer empfohlen, damit Sie optimale Absicherung gewinnen können und die unvorhersehbaren Schäden tatsächlich abgedeckt werden könnten.

Kfz-Haftpflichtversicherung (für ein Fahrzeug!)

Diese Art der Versicherung deckt diverse Schäden eines Fahrzeugs ab. Jeder, der ein Wagen besitzt, muss diese abschließen.

Wie hoch die Versicherung ausfällt, hält von vielen Faktoren ab. Die meisten werden hier genannt.

  • Die Schadenfreiheitsklasse (richtet sich nach dem Führerscheinerwerb, bereits gemeldete Schäden, Länge des Vertrages etc.)
  • Die Typklasse des Fahrzeugs (Häufigkeit der Unfälle bei einer Marke)
  • Zulassungsort.

Weitere Faktoren für die Berechnung des Beitrags könnten das Alter des Versicherungsnehmers, der ausgeübte Beruf oder die Fahrleistung sein.

Die Beiträge fallen sehr unterschiedlich aus. Somit lohnt sich Vergleichsangebote anzufordern und sich umgehend beraten lassen. Auch im Internet kann man die Angebote unkompliziert online vergleichen.

Zur Autoversicherung zählen auch die Teilkasko- und die Vollkaskoversicherung. Die Teilkaskoversicherung deckt Schäden am eigenen Fahrzeug (unter anderem durch Diebstahl, Unwetter und Brand ab). Die Vollkaskoversicherung deckt auch solche Schäden ab, die durch selbst verschuldete Unfälle oder diverse Beschädigung entstehen.

Die beiden Versicherungen sind jedoch freiwillig und müssen nicht abgeschlossen werden. Kfz-Haftpflicht ist dafür obligatorisch!

Berufsunfähigkeitsversicherung

Die Berufsunfähigkeitsversicherung übernimmt im Falle einer Berufsunfähigkeit die finanzielle Unterstützung und gleicht in der Regel die fehlende monatliche Summe zu der vorhandenen Erwerbsminderungsrente aus. Diese Versicherung ist für Berufstätige relevant. Welche Absicherung benötigt wird, muss im Einzelfall errechnet werden. Jeder erzielt ein bestimmtes Einkommen und hat dafür unterschiedliche Verpflichtungen, Zahlungen laufend. Die Höhe der Beiträge muss den individuellen Verhältnissen angepasst werden. Jährlich erhalten die Arbeitnehmer eine Zusammenstellung der Rentenbeträge, u.a. auch die Höhe der aktuellen Erwerbsminderungsrente. In der Regel decken die gesetzlichen Beiträge nicht die Hälfe des Bedarfes ab. Somit ist die private Vorsorge, auch durch weitere Maßnahmen, unentbehrlich.

Folgende Versicherung kann z. B. mit der Altersvorsorge kombiniert werden, so dass Sie am Ende der Laufzeit eine bestimmte Summe ausgezahlt bekommen.

Ein Versicherungsscheck wird dringend empfohlen! Wenden Sie sich an die zuständige Verbraucherzentrale oder recherchieren Sie selbst. Die Angebote können Sie kostenfrei von diversen Versicherungen anfordern!

Lebensversicherung

Es gibt diverse Typen der Lebensversicherungen, die unterschiedlich aufgebaut werden und bestimmte Ereignisse absichern. Im schlimmsten Fall wird durch eine Risikolebensversicherung der Tod abgesichert. Man kann für die Altersvorsorge bestimmte Summen durch eine Lebensversicherung ansparen, die man erst im Rentenalter ausgezahlt bekommt und zusätzlich zur gesetzlichen Rente erhält.

Wenn Sie sich für eine Lebensversicherung interessieren, suchen Sie diverse Versicherungen oder Verbraucherstellen auf. Die Verträge werden in der Regel für mehrere Jahre (Jahrzehnte) abgeschlossen. Die Kündigung ist oft nicht sofort möglich und die finanzielle Belastung muss weiterhin getragen werden. Seien Sie somit vorsichtig!

Beratungsstellen für MigrantInnen

In den ersten Wochen und Monaten wird Ihnen vieles fremd erscheinen. Was in Ihrem Heimatland ganz selbstverständlich und einfach war, funktioniert hier möglicherweise nach anderen Regeln. Informieren Sie sich so gut wie möglich und nutzen Sie die Beratungsangebote.

Die Beratungsstellen unterstützen Neuzuwanderer bei ihrer beruflichen, sprachlichen und gesellschaftlichen Integration durch

  • Information
  • Beratung
  • Unterstützung
  • Vermittlung

 Sie bieten Hilfestellungen rund um die Themen:

  • Aufenthalt (Asylverfahren, Hilfe bei abgelehntem Asylantrag)
  • Soziale Sicherung (Asylbewerberleistungsgesetz, Arbeitslosengeld I und II, Kinder- und Elterngeld, Wohngeld usw.)
  • Gesundheit
  • Familienzusammenführung
  • Suche nach dem passenden Sprachkursangebot
  • Hilfe bei persönlichen und familiären Problemen
  • Soziale Kontakte/Freizeit
  • Unterstützung bei Angelegenheiten des täglichen Lebens
  • bei Fragen zu Arbeit, Beruf und Ausbildung

Asylsozialbetreuung

Telefon: 04621 87 472
Fax: 04621 87626
E-Mail schreiben
Hinweis: Sprechzeiten: Mo. u. Do.: 9-12 Uhr und 14-16 Uhr; Mi. u. Fr.: 9-12 Uhr und n. Vereinbarung
Nachricht schreiben
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Telefon: 04621 87 672
Fax: 04621 87 626
E-Mail schreiben
Hinweis: Sprechzeiten: Mo.u. Do.: 9-12 Uhr und 14-16 Uhr; Mi. u. Fr.: 9-12 Uhr; Außensprechstunde: Flüchtlingshilfebüro, Königstr. 6, Schleswig jeden 2. und 4. Mittwoch im Monat
Nachricht schreiben
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Migrationsberatung Schleswig-Holstein (MBSH) (für erwachsene ZuwandererInnen ab dem 27. Lebensjahr)

Telefon: 04621 87 246
Fax: 0421 87 626
E-Mail schreiben
Webseite besuchen
Hinweis: Sprechzeiten: Mo. und Do. von 9-12 Uhr; Mi.und Fr von 14-16 Uhr und n. Vereinbarung; Außensprechstunden: Harrislee, Bürgerhaus, Süderstraße 101 jeden 1. und 3. Mittwoch im Monat von 14-16 Uhr; Kropp, Bücherei, Schulstr. 20 jeden 1. und 3. Dienstag im Mona
Nachricht schreiben
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Telefon: 04621 706175
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Telefon: 04642 9656833
Mobil: 0175 9004332
E-Mail schreiben
Hinweis: Sprechzeiten: Di.: 9-12 Uhr; Do.: 14-16 Uhr; Fr.: 9-12 Uhr und n. Vereinbarung
Nachricht schreiben
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Telefon: 04621 965514
E-Mail schreiben
Fax: 04621 965518
Nachricht schreiben
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Telefon: 04621 38 11 54
Mobil: 0160 3202845
Fax: 04621 38 11 38
E-Mail schreiben
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Hinweis: Sprechzeiten: Mo. 8-12 Uhr; Di. u. Do.: 14-17 Uhr; Mi. u. Fr.: 8-10 Uhr Außensprechstunden: Süderbrarup, Mühlenstr. 34 jeden Mo. 13-15 Uhr; Flensburg, Johannhiskirchhof 19a jeden Mi. 9-12 Uhr; Tarp, Wiesengrund 1 jeden 1. u. 3. Fr. im Monat 9-12 Uhr
Nachricht schreiben
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Jugendmigrationsdienst (für Jugendliche und junge Erwachsene zwischen dem 12. und 27. Lebensjahr)

Der Jugendmigrationsdienst bietet Beratung, Begleitung, Hilfen und Gruppenangebote.Begleitet um in Schule, Ausbildung, Beruf, Freizeit und der neuen Heimat gut  zurechtzukommen.

Telefon: 04621 381112
Fax: 04621 381138
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Hinweis: Sprechzeiten: Mo:8-12 Uhr; Di. u. Do.:14-17 Uhr; Mi. u. Fr.: 8-10 Uhr; Sprechstunde auch in FL möglich
Hinweis: weitere Sprechzeiten: jeden 1. Donnerstag/Monat von 10-14 Uhr ; i.d. Räumen der Koordinierungsstelle f.d. Flüchtlingsarbeit, Hindenburgstraße 2a, 24376 Kappeln; Tel.: 04642 - 92 52 42 2
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Telefon: 04621 3811 56
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Das aktualisierte Faltblatt der Migrationsdienste im Kreis Schleswig-Flensburg finden Sie hier (Stand 01/2017):

Faltblatt Migrationsberatung SL-FL (PDF, 1,1 MB, 19.01.2017)

Faltblatt Migrationsberatung SL-FL_Rück (PDF, 984 KB, 19.01.2017)

Das Faltblatt des Jugendmigrationsdienstes

Hier finden Sie weitere Beratungsstellen für MigrantInnen in Schleswig-Holstein.

Einkaufen und Verbraucherschutz

Lebensmittel, Hygieneartikel und sonstige Artikel für den täglichen Gebrauch können Sie in den Lebensmittelmärkten, Einkaufszentren, Fachgeschäften oder online einkaufen.

Bei den diversen Anbietern gibt es Preisunterschiede, die sich auf Dauer auf die Haushaltskasse auswirken können. Somit vergleichen Sie die Preise und achten dabei auf die Qualität. Preiswert heißt nicht immer gut. Die Qualität spielt bei den Lebensmittelartikeln eine besondere Rolle.

Öffnungszeiten

Die Geschäfte haben in Deutschland unterschiedlich geöffnet. Nur an den Feiertagen bleiben die Läden in der Regel geschlossen. Es gibt paar Ausnahmen auch zu dieser Regelung. Man kann dann besondere Einkaufstage anmelden z. B. „Verkaufsoffene Sonntage“ werden oft gesondert in diversen Städten angeboten.

In der Regel haben die Geschäfte 6 Tage in der Woche bis 20.00 Uhr geöffnet. Samstags können die Geschäfte kürzere Öffnungszeiten haben. Die Unterschiede sind in der Stadt und in den ländlichen Regionen deutlich.

Informieren Sie sich, welche Öffnungszeiten die Geschäfte in Ihrer Nähe haben. Es ist oft sehr unterschiedlich.

Einkäufe bezahlen

Ihre Einkäufe können Sie entweder mit Bargeld oder mit einer EC-Karte bezahlen, wenn Sie ein Konto bei einer Bank besitzen. Der Betrag wird von Ihrem Konto automatisch abgebucht. In bestimmten Läden kann man ebenfalls mit der Kreditkarte bezahlen. In jedem Geschäft sind die Zahlungsmöglichkeiten, meistens an der Kasse angegeben.

Sie können auch bei größeren Anschaffungen finanzieren, d. h. Sie nehmen einen Privatkredit auf und zahlen die Einkäufe in den angepassten Raten zurück. Einkauf auf Raten sollen Sie sich richtig überlegen, ob Sie die finanzielle Belastung über mehrere Monate, Jahre tragen können. Die finanzierte Summe erhöht sich durch die Zinsen.

Online einkaufen

Viele Waren kann man heutzutage im Internet erwerben, sogar die Lebensmittel, die zusätzlich bis Nachhause geliefert werden. Im Internet müssen Sie vorsichtig sein und überprüfen, ob Sie mit einem seriösen Anbieter zu tun haben. Am besten fragt man nach den Referenzen des Unternehmens und erkundigt sich in den Internetforen.

Online eingekaufte Ware wird in der Regel nicht sofort bezahlt, entweder erhält man eine Rechnung, die man erst nach Erhalt der Ware begleichen muss oder benutzt man das sogenannte Lastschriftverfahren, in dem das Geld direkt von Ihrem Konto abgebucht wird. Diese Zahlungen darf man innerhalb der 8 Wochen durch die Bank zurückbuchen lassen. Somit geht man eigentlich kein Risiko ein.

Per E-Mail, per Post oder im Internet geschlossene Verträge können Sie innerhalb von 14 Tagen ohne Angaben von Gründen in der Textform widerrufen. Somit werden Sie nicht mehr an dem Vertrag gebunden.

 Verstehen Sie den Text nicht genau bzw. brauchen Sie mehr Zeit zum Nachdenken, unterschreiben Sie nichts. Es ist definitiv komplizierter, einen geschlossenen Vertrag zu widerrufen bzw. kündigen, als ihn erst nicht zu unterschreiben.

 

Wurden Sie im Internet betrogen oder nicht umfangreich über Ihren Kauf im Vorfeld informiert, können Sie sich über die Verbraucherzentrale beraten lassen und ebenfalls über die Migrationsberatung oder die staatliche Rechtsberatungsstelle Hilfe einholen.

Telefon: 0461 / 28 604
Fax: 0461 27 578
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Garantie

Bei jedem Einkauf muss der Verkäufer dem Käufer versichern, dass die Ware mangelfrei ist. Bemerkt der Kunde jedoch Mängel, hat er das Recht innerhalb von zwei Jahren auf Gewährleistung. Diesen Anspruch hat man jedoch nicht, wenn die Ware durch den Gebrauch abgenutzt wurde.

Umtausch wegen Mängel kann ohne Originalverpackung erfolgen. Der Kassenbon wird in der Regel verlangt. Haben Sie jedoch keinen Kassenbon mehr, muss nachgewiesen werden, dass Sie den Artikel in diesem Geschäft erworben haben.

Umtausch ohne Mängel innerhalb einer bestimmten Frist ist in Deutschland möglich, jedoch nicht obligatorisch. Kein Geschäft muss die gekaufte Ware umtauschen, wenn kein Mangel vorliegt!

Frauen

Hier finden Sie die wichtigen Informationen zum Thema Frauen

Rechte

In deutschen Gesetzen wird seit über 60 Jahren die Gleichberechtigung von Frauen und Männern verankert. In deren Zusammenleben wird diese Verankerung an vielen Stellen deutlich:

  • Wichtige Lebensentscheidungen werden gemeinsam oder von jeder Person für sich getroffen
  • Weder Frauen noch Männer dürfen geschlagen, zum Geschlechtsverkehr oder zur Prostitution, sowie zur Heirat gezwungen werden.
  • Frauen sind im Berufsleben wie in politischen Ämtern genauso erfolgreich und akzeptiert wie Männer, sie sind in der Bundeswehr und ein Studium schließen mittlerweile mehr Frauen als Männer ab.
  • Männer übernehmen immer mehr Aufgaben in der Familie. Sie nehmen Auszeiten für die Erziehung und Betreuung der Kinder oder pflegen ihre Angehörigen.

Gleichstellungsbeauftragte

In Deutschland gibt es haupt- und nebenberufliche Gleichstellungsbeauftragte. Früher hießen sie Frauenbeauftragte. Sie haben die Aufgabe, die Gleichberechtigung in den öffentlichen Verwaltungen und in den Städten, Ämtern und Gemeinden zu fördern und beraten Frauen und Männer in diesen Fragen.

Die Gleichstellungsbeauftragten nutzen mit vielen anderen jährlich wiederkehrende besondere Aktionstage, um auf die besonderen Bedürfnisse und Rechte von Frauen, Kindern und Familien aufmerksam zu machen:

  • Internationaler Frauentag (8.3.)
  • Epual Pay Day
  • Internationaler Familientag (15.5.)
  • Weltkindertag (20.9)
  • Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen (25.11)

Außerdem beteiligen oder initiieren sie immer neue Projekte, die die Lebenssituation von Frauen und Mädchen verbessern.

Näheres unter:

www.gleichstellung-sh.de

www.gleichstellung-sh.de/ap_kreis.html?kreis=s.

Liste der zuständigen Gleichstellungsbeauftragten finden Sie hier:

Liste der Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Schleswig-Flensburg (PDF, 28 KB)

Hier finden Sie weitere Informationen für weibliche Flüchtlinge:

Geh deinen Weg! Deine Rechte als Frau in Deutschland«

Gewalt

Auch in Deutschland ist es grausame Tatsache, dass es Gewalt gegen Frauen durch Männer überall, zu jeder Zeit und in jeder Form gab und gibt. Erschreckenderweise ist die meist verbreitete Form die Beziehungsgewalt; ob verheiratet oder nicht, häufig demütigen, schlagen, treten, beleidigen, belästigen und vergewaltigen Männer die Frau, die sie angeblich lieben. Die aktuellste Studie belegt, dass mindestens jede vierte Frau häusliche Gewalt und jede siebte Frau sexuelle Gewalt erlebt. Die betroffenen Frauen sind Frauen jeden Alters, jeden Bildungsstandes, jeden Aussehens.

Aus dem Geflecht von Ängsten und Abhängigkeiten einen (Aus-)Weg zu finden, fällt den Betroffenen nicht leicht und ist nachweislich gefährlich- aber es ist möglich! In Deutschland hat jede Frau das Recht auf ein gewaltfreies Leben und deswegen gibt es sowohl Schutzgesetze als auch Beratungsstellen, die Betroffene auf ihrem Weg aus der Gewaltspirale unterstützen und schützen.

Gewaltschutzgesetz

Jede Frau ist Expertin für ihre eigene Sicherheit, daher sind insbesondere die persönlich-individuellen Schutzmaßnahmen von großer Bedeutung. Daneben gibt es jedoch zusätzlich zivilrechtliche Schutzmaßnahmen:

Sie können insbesondere:

  • Schutzanordnungen,
  • die Zuweisung der Wohnung zur alleinigen Nutzung ,
  • das alleinige Sorgerecht/Aufenthaltsbestimmungsrecht für die Kinder sowie
  • die Aussetzung/Beschränkung des Umgangsrechts

bei Gericht beantragen.

Des Weiteren gibt es verschiedene Möglichkeiten eine Anzeige (z.B. wegen Körperverletzung, Stalking o.Ä.) aufzugeben:

  • bei jeder Polizeistelle,
  • bei jeder Staatsanwaltschaft oder
  • bei jeder Rechtsanwältin, die sie für die Betroffene weiterleitet.

Wegweisung

In Schleswig-Holstein hat die Polizei die Möglichkeit, den gewalttätigen Partner für bis zu 14 Tage der Wohnung zu verweisen und die Schlüssel einzubehalten, selbst wenn die Wohnung oder das Haus auf den Mann eingetragen ist. Auch kann die Polizei untersagen, dass bestimmte Orte aufgesucht werden, an denen Sie sich aufhalten müssen (z.B. Kindergarten). Zeitgleich mit der Wegweisung informiert die Polizei die regional zuständige Frauenberatungsstelle über den Fall häuslicher Gewalt, sodass diese sich dann proaktiv an die Betroffene wenden und ihr ein Beratungsangebot zur Unterstützung anbieten können.

Frauenhäuser

Hier finden Sie Hilfe und Zuflucht.

Telefon: 04331 22726
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Polizei

Telefon: 04621 840 oder 84311
Telefon: 110
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Kik (Notfallzettel)

Notfallzettel Kik (PDF, 151 KB)

Frauenberatungsstellen

Hier finden Sie verschiedene Hilfsangebote

Telefon: 04642 7294
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Telefon: 04624 809024
Fax: 04624 309012
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Telefon: 04621 21630
Fax: 04621 21630
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Kinderbetreuung & Erziehung

Deutschland tritt wie die meisten anderen Staaten auf der Welt durch die Unterzeichnung der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen für die Rechte von Kinder ein. Eine Vielzahl von Gesetzen treffen nähere Regelungen zu ihrem Schutz, ihrer Förderung, ihrer Beteiligung und Unterstützung, Betreuung sowie Eingliederung.

Angebote und Einrichtungen des Kreises Schleswig-Flensburg

Alle wichtigen Informationen rund um Kinderschutz, Förderung, Betreuung oder Eingliederung gibt es im Kreis Schleswig-Flensburg unter:

http://www.schleswig-flensburg.de/Familie-Soziales.

Dort finden Sie

die Gliederung und Zuständigkeiten des Fachdienstes Jugend und Familie sowie Kontaktadressen zum/r:

  • Allgemeiner Sozialdienst
  • Jugendgerichtshilfe
  • Rechtliche Betreuung
  • Jugendhilfeplanung
  • Pflegekinderdienst
  • Adoptionsvermittlung
  • Unterhaltsvorschusskasse
  • Vormundschaften
  • Jugendförderung
  • Elterngeld

sowie Informationen über:

  • Familienbildungsstätten
  • Familienzentren
  • Trennungs- und Scheidungsberatung
  • Erziehungsberatungsstellen
  • Den Familienkompass mit Tipps fürs ganze Kreisgebiet
  • Frühe Hilfen
  • Kindertagesstätten
  • Kindertagespflege
  • Eingliederungshilfe für Kinder
  • Kinderschutz
  • Jugendschutz
  • Anlaufstelle gegen sexuelle Gewalt an Mädchen und Jungen
  • Jugendtreffs
  • Jugendarbeit
  • Jugendsozialarbeit
  • Jugendberufsagentur
  • Kreisjugendring
  • Kreissportverband

Schulen

In Schleswig-Holstein besteht 9 Jahre Vollzeitschulpflicht, danach Berufsschulpflicht bis zum 18. Lebensjahr. Die Erziehungsberechtigten sind dazu verpflichtet, für den regelmäßigen Schulbesuch ihrer Kinder zu sorgen.

Verlässliche Grundschule

Es gibt Verlässliche Grundschulen für Kinder ab sechs Jahren (in Ausnahmefällen auch ab fünf Jahren). Die Verlässliche Grundschule organisiert für die tägliche Schulzeit einen festen zeitlichen Rahmen von vier Zeitstunden für die Klassenstufen 1 und 2 sowie fünf Zeitstunden für die Klassenstufen 3 und 4 für alle Schülerinnen und Schüler.

Die meisten Grundschulen bieten eine Betreuung vor und nach den Unterrichtszeiten an, dadurch ist es Eltern möglich ihre Arbeitszeiten etwas freier zu gestalten. Die Schulbetreuung ist gebührenpflichtig.

Weiterführende Schulen

Nach der Grundschule besuchen die Kinder je nach Leistungsvermögen Förderzentren, Gemeinschaftsschulen oder Gymnasien. Mittlerweile gibt es an sehr vielen Schulen ein Ganztagesangebot mit diversen Freizeitmöglichkeiten.

Diakonie/Erziehungsberatung

Wir sind für Sie da:

in Flensburg

Telefon: 04621 480 83 26
Fax: 04621 480 83 02
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in Schleswig

in Süderbrarup

Telefon: 04641 92 92 23
Fax: 04621 92 92 24
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Frühstückstreff

Der Frühstückstreff ist ein kostenloses Angebot für jugendliche Eltern mit Kindern bis zu 2 Jahren. Hier können Kontakte geknüpft und Erfahrungen ausgetauscht werden.

Frühstückstreff in Schleswig
Jeden Montag außerhalb der Schulferien von 10:00 Uhr bis 11:30 Uhr in der Evangelischen Familienbildungsstätte Schleswig

Frühstückstreff in Süderbrarup
Wöchentlicher Treff (außerhalb der Schulferien) von 10:00 bis 11:30 Uhr im Familienzentrum, Mühlenstraße 34

Der Frühstückstreff ist ein kostenloses Angebot für jugendliche Eltern mit Kindern bis zu 2 Jahren. Hier können Kontakte geknüpft und Erfahrungen ausgetauscht werden.

Schutzengel

Schutzengel ist eine gemeinnützige Organisation, die mit frühen Hilfen junge Familien tatkräftig unterstützt.

Das aktuelle Programm finden Sie hier:

Schutzengel (PDF, 15 KB)

Telefon: 04621 305 58 88
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Gesundheit

FrauenärztInnen

Frauen sollten sich regelmäßig (2x im Jahr) einer gynäkologischen Untersuchung bei einem Frauenarzt bzw. einer Frauenärztin unterziehen, um eventuellen Krankheiten vorzubeugen oder bereits aufgetretene behandeln zu lassen.

 Im Falle einer Schwangerschaft finden regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen statt, die die Gesundheit von Mutter und Kind überwachen.

Zuständige Praxen finden sich z.B. hier unter:

https://www.weisse-liste.de/de/arzt/arztsuche/

Schwangerschaft

Partnerschaft, Sexualität, Familienplanung und Schwangerschaft sind wichtige Lebensthemen. Verschiedene Institutionen können Sie bei allen Fragen und Problemen in diesen Bereichen beraten und unterstützen (z.B. Frauenzentrum Schleswig e.V. Diakonisches Werk, Schutzengel usw.).

Hilfe für Schwangere in Not:

Unter der Telefonnummer 0800 40 40 020  gibt es Unterstützung, wenn z.B. eine vertrauliche Geburt erwägt wird.

Schwangerschaftsabbruch

In Deutschland benötigt eine Frau, die einen Schwangerschaftsabbruch erwägt (unwichtig aus welchen persönlichen Gründen), stets eine Bescheinigung, sofern zuvor keine sogenannte medizinische (körperliche Lebensgefahr der Schwangeren) oder kriminologische (Schwangerschaft durch Sexualstraftat) Indikation von einem Arzt festgestellt worden ist. Diese Bescheinigung können anerkannte Schwangerschaftskonfliktsberatungsstellen nach einem persönlichen Gespräch ausstellen (z.B. Frauenzentrum Schleswig e.V., Diakonisches Werk). Der Abbruch kann in Deutschland bis zum Ende der 12. Woche nach der Empfängnis bzw. Befruchtung durchgeführt werden (chirurgisch/instrumentell oder medikamentös).

Weiterführende Informationen finden Sie hier.

Die Schwangerenberatungsstellen des Kreises Schleswig-Flensburg haben ein Informationsblatt incl. Adressen in diverse Sprachen übersetzten lassen:

Beratung im Schwangerschaftskonflikt_arabisch (PDF, 591 KB, 20.02.2017)

Beratung im Schwangerschaftskonflikt_Farsi (PDF, 591 KB, 20.02.2017)

Beratung im Schwangerschaftskonflikt_franzosisch (PDF, 682 KB, 20.02.2017)

Beratung im Schwangerschaftskonflikt_Tigrinya (PDF, 663 KB, 20.02.2017)

Bundesstiftung / Einmalige Beihilfen bei Schwangerschaft und Geburt

Für Schwangere Frauen in einer sogenannten „finanziellen Notlage“ hat die Bundesstiftung „Mutter-und-Kind“ zusätzliche Gelder für die Erstlingsausstattung bereit gestellt, die auf Antrag z.B. im Frauenzentrum Schleswig e.V. und dem Diakonisches Werk nach einem persönlichen Gespräch bewilligt werden können. Zuschüsse der Bundesstiftung sind nur möglich, wenn andere Sozialleistungen nicht ausreichen oder nicht rechtzeitig eintreffen (Nachrangprinzip!). Für ein solches Gespräch werden folgende Unterlagen zur Berechnung des individuellen Bedarfs benötigt:

- Mutterpass

- Ausweis der Mutter

- Alle Nachweise über monatliche Ein- und Ausgaben der Mutter (als auch dem Vater, wenn vorhanden), d.h. z.B. Miete, Nebenkosten, Versicherungen, Kredite usw.

- Bewilligungs- oder Ablehnungsbescheid des Antrags auf Erstlingsausstattung vom Sozialzentrum (Vorrang, da gesetzliche Sozialleistung!)

- Bevorzugt: ein eigenes Koto, auf das die errechnete Anspruchssumme ca. zwei Monate vor Geburtstermin überwiesen wird

 

Die Zuschüsse der Stiftung werden nicht als Einkommen angerechnet!

 

Weiterführende Informationen und Faltblatt in 15 verschiedenen Sprachen unter:

http://www.bundesstiftung-mutter-und-kind.de/infobroschuere-bundesstiftung.html.

Freizeit

In dieser Rubrik möchten wir Sie auf einige Freizeitangebote im Kreis Schleswig-Flensburg aufmerksam machen.

Internationale Frauenwerkstatt Saheli e.V.

Hier wird Frauen aller Nationalitäten beim Erlernen der deutschen Sprache und bei Behördenangelegenheiten geholfen.

Telefon: 04621 32718
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Frauenkino

Der Capitol Filmpalast in Schleswig zeigt unter dem Titel Frauen, Familie & Co ausgesuchte Filme für diese Zielgruppe zu vergünstigten Preisen und mit einem kleinen Imbiss.

Näheres: http://www.cinemotion-kino.de/schleswig/events-specials/frauen-familie-co/.

Interkulturelle Wochen

Jedes Jahr im Frühherbst (September/Oktober) finden in Schleswig die Interkulturellen Wochen mit vielen Angeboten statt.

Näheres: www.ikw-schleswig.de

Freizeittreff/ Frauentreff/Tastschreibkurs für Frauen in Schleswig

Begegnung der Kulturen/ Frauentreff

dienstags 10.00 Uhr bis 11.30 Uhr

Telefon: 04642 7294
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Angebot in Ämtern und Gemeinden:

In vielen Gemeinden im Kreis Schleswig-Flensburg gibt es besondere Angebote für Flüchtlinge. Bitte informieren Sie sich bei ihren Lotsen, bei den örtlichen Vereinen, den Bürgermeistern und Bürgermeisterinnen oder bei den Amtsverwaltungen.

Nähere Informationen finden sich unter:

http://www.schleswig-flensburg.de/Kreis-Verwaltung-/St%C3%A4dte-%C3%84mter-und-Gemeinden

Volkshochschule

Wendo

WenDo ist effektives Selbstverteidigungstraining, das sich an den von Frauen häufig erlebten Situationen orientiert. Das umfassende WenDo-Konzept der Selbstverteidigung wird in Deutschland seit über 30 Jahren von Frauen gelehrt und weiterentwickelt. WenDo geht davon aus, dass jede Frau und jedes Mädchen Stärken und Fähigkeiten hat, um sich vor Gewalt zu schützen.

Geleitet wird das Training (für Anfängerinnen und Fortgeschrittene gleichermaßen) von Tatjana Beer; die seit 1998 als selbstständige Trainerin für Selbstverteidigung und Selbstbehauptung bekannt und tätig ist.

Das Frauenzentrum veranstaltet in Kooperation mit der AWO jährlich ein solches Wendo-Training (im Sep). Anmeldungen nimmt das Frauenzentrum auf: 04621 - 25544.

Kosten: 10 Euro, ermäßigt 5 Euro

Weitere Informationen unter

http://www.wendo-hamburg.de/.

Freizeit und Kultur

Allgemeines

Im Kreis Schleswig-Flensburg gibt es viele verschiedene Vereine. Das sind Organisationen von Menschen, die gleiche Interessen haben oder auch gleiche Ziele verfolgen. Man kann Mitglied in einem Verein werden und die Angebote des Vereins nutzen. Um Mitglied zu werden, muss man einen Mitgliedsbeitrag zahlen. Wenn man Geld vom Jobcenter bekommt, hat man häufig die Möglichkeit, eine Ermäßigung zu bekommen.

Es gibt 

  •  Musikvereine
  •  Sportvereine
  •  soziale Vereine
  •  Tierschutzvereine
  •  Kunstvereine
  •  Jugendclubs

und noch viele mehr. 

Vereine haben eine lange Tradition in Deutschland und sind sehr hilfreich, wenn man Kontakt zu den Menschen in seiner Stadt oder seinem Dorf bekommen möchte. Damit Sie einen guten Überblick über die Freizeit- und Kulturangebote im Kreis Schleswig-Flensburg und in Ihrer Nähe bekommen, haben wir hier einige Ideen mit den dazugehörigen Links für Sie zusammengestellt.

Auf der Internetseite des Kreises Schleswig-Flensburg können Sie sich unter der Rubrik Kultur und Bildung über die Vereine und Kultureinrichtungen des Kreises informieren:

www.schleswig-flensburg.de/Kultur-Bildung.

 

In Ihrer Amtsverwaltung oder im Rathaus können Ihnen die Mitarbeiter/-innen ebenfalls Auskunft geben.

Das Kulturleben im Kreisgebiet ist bunt und vielfältig 

Das Schleswig-Holsteinische Landestheater mit seinem ganzjährigen Programm ist in Schleswig ansässig. Daneben gibt es eine Vielzahl kleinerer Theaterhäuser. Viele bieten Theateraufführungen in der alten Schleswig-Holsteinischen Sprache Plattdeutsch auch „op platt“ an.

In einigen Orten des Kreisgebietes gibt es  Museen. In Schleswig finden Sie unter anderem das Landesmuseum mit wechselnden Ausstellungen.

Bibliotheken bieten vielfältige Möglichkeiten zum Erlernen der deutschen Sprache. In fast jeder Gemeinde können Sie eine Bibliothek besuchen. Einige Büchereien halten auch ein begrenztes Angebot an nicht-deutschsprachigen Büchern oder Medienkisten für Flüchtlinge vor. Sie sind ebenfalls für ein reiches Veranstaltungsprogramm bekannt. Es finden zum Beispiel Lesenachmittage für Kinder statt, die Jugendbuchclubs oder Lesungen für Erwachsene.

 Die Medienkisten Willkommen in Schleswig Holstein – Spiele und Bücher speziell für Flüchtlinge der Stadtbücherei Schleswig stehen im Büro der Ehrenamtsinitiative “Flüchtlingshilfe  Haddeby-Schleswig” in der Königstraße 6 in Schleswig.  

 Auf der oben genannten Internetseite des Kreises sind viele aktuelle Veranstaltungen sowie die Adressen der Theaterstätten, Museen und Bibliotheken der Region aufgeführt.

Für Kinder und Jugendliche gibt es in unserem Kreis ebenfalls ein reichhaltiges Angebot. In den Jugendzentren der Städte und Dörfer werden regelmäßige Freizeitaktivitäten angeboten, Kinder können gemeinsam ihre Freizeit gestalten. Einige Jugendzentren bieten auch Hausaufgabenhilfe an.

Über die Internetseite des Kreises unter der Rubrik Familie und Soziales finden Sie die Adressen der Jugendzentren:

www.schleswig-flensburg.de

 

Der Kreisjugendring führt jedes Jahr in den Osterferien eine Internationale Kinderfreizeit in Neukirchen an der Ostsee durch. Da es sich auch um ein internationales Betreuerteam handelt, ist diese Freizeit eine gute Möglichkeit für Kinder, die die deutsche Sprache noch nicht gut sprechen.

Weitere Informationen bekommen Sie in dem Büro des Kreisjugendringes in der Schubystraße 60, 24837 Schleswig oder auf deren Internetseite www.kjr-sl-fl.de.

 

Über die Bildungs- und Teilhabekarte können Kinder und Jugendliche in bestimmten Fällen eine Mitfinanzierung der Vereins- und Freizeitkosten beim Jobcenter beantragen.

Gesundheit

Wer in Deutschland lebt, muss bei einer Krankenkasse krankversichert sein. Seit Januar 2016 werden Flüchtlinge in Schleswig Holstein im laufenden Asylverfahren, aber in der Regel auch nach negativem Abschluss des Asylverfahrens (Duldung) über das Sozialamt bei einer Krankenkasse krankenversichert. In diesen Fällen bekommen Sie im Kreis Schleswig-Holstein von der AOK eine Gesundheitskarte. Diese Gesundheitskarte müssen Sie zu allen Arzt- und Krankenhausbesuchen mitnehmen. Auf ihr stehen alle notwendigen Informationen, die der Arzt von Ihnen benötigt.

Sobald sie eine Aufenthaltserlaubnis haben, dürfen Sie sich Ihre Krankenkasse selbst aussuchen.

Krankenversicherung

Die Krankenversicherung trägt die medizinischen Kosten. Beim Kauf von Medikamenten müssen Sie einen kleinen Betrag zuzahlen. Grundsätzlich sind es 10% des Preises, jeodch beträgt die Zuzahlung mindestens 5,-€ und höchstens 10,-€. Für Kinder und Jugendliche sind Medikamente bis zum Ende des 18. Lebensjahres kostenfrei, wenn sie von einem Arzt /einer Ärztin verschieben werden.

Solange Sie im Asylverfahren sind, benötigen Sie in den ersten 15 Monaten ihres Aufenthaltes in Deutschland für spezielle Untersuchungen oder Verschreibungen ihres Arztes die Zustimmung des Sozialzentrums. Bitte informieren Sie sich bei dem für Sie zuständigen Mitarbeiter. Adressen der Sozialzentren im Kreis Schleswig-Flensburg finden Sie unter dem Menüpunkt Soziale Leistungen- AsylbLG.

Arztwahl / Arztbesuch

In Deutschland können Sie sich Ihren Arzt /Ihre Ärztin selbst aussuchen. Ein guter Arzt /eine gute Ärztin hört Ihnen zu, erklärt Ihnen, warum und wie er Sie behandelt. Es gibt Hausärzte; das sind Allgemeinmediziner und die ersten Ansprechpartner. Bei speziellen gesundheitlichen Problemen überweist der Hausarzt Sie an einen Facharzt weiter. Es gibt Fachärzte für viele Beschwerden, z.B. Kardiologen, Hautärzte, Urologen, Gynäkologen usw.

Sind Sie mit Ihrem Arzt /Ihrer Ärztin nicht zufrieden, können Sie den Arzt/die Ärztin auch wechseln.

Über folgende Seite können Sie einen Arzt/eine Ärztin in ihrer Nähe suchen: https://arztsuche.kvsh.de/.

Sollten Sie die deutsche Sprache noch nicht gut sprechen und auch keinen Dolmetscher zur Verfügung haben, dann können sie sich an folgende Nummer wenden: 04526 381 370 in den Zeiten von Mo., Di., Do., Fr., 9.00 Uhr  bis 17.30 Uhr,  Mi. 09.00  Uhr bis 13 Uhr. Das kostenfreie Dolmetscher-Angebot gibt es in folgenden Sprachen: Arabisch, Kurdisch, Türkisch, Russisch. Weitere Informationen finden Sie hier.

Ärztliche Schweigepflichtentbindung

Ärzte dürfen ohne Ihre Zustimmung keine Informationen über Sie an andere weitergeben - weder an offizielle Stellen noch an Ihren Arbeitgeber oder Familienmitglieder. Das nennt man ärztliche Schweigepflicht.

Allgemeines

Auf der Seite des Bundesministeriums für Gesundheit finden Sie weitere mehrsprachige Informationen zum deutschen Gesundheitssystem und zu wichtigen Gesundheitsthemen.

Broschüre zur Versorgung für AsylbewerberInnen mehrsprachig

»Was mache ich, wenn ich krank werde?« – Erklärvideo für Flüchtlinge

Allgemeine Infobroschüren zum Thema Gesundheit, Flüchtlinge, Migration in 29 Sprachen finden Sie auf der Seite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

“Informieren, Vorbeugen, Handeln“-allgemeine Informationen rund um das Thema Diabetes in mehreren Sprachen

Fragen und Antworten zur Gesundheit in Deutsch und Arabisch

Anamnesebogen in 15 Sprachen

Notfallbehandlungs-und Patientenbögen beim Zahnarzt in mehreren Sprachen

Gesundheitsheft für AsylbewerberInnen in mehreren Sprachen

Flüchtlinge in unserer Praxis- Hinweise für die Ärzte und Psychologen, die Flüchtlinge behandeln.

Beeinträchtigungen nach psychisch belastenden Situationen

Manche Menschen erleben Situationen oder sehen Dinge, die so schockierend sind, dass sie sehr schwer zu verkraften sind. Oft leiden diese Menschen unter Schlafstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten, Aggressionen usw. Man sagt, dass diese Menschen ein Trauma erlebt haben und unter Traumafolgestörungen oder auch unter einer Posttraumatische Belastungsstörung leiden. Auch Menschen, die aus anderen Ländern nach Deutschland fliehen, haben häufig Schlimmes erlebt.

Wenn auch Sie belastende Situationen erlebt haben und darunter leiden, dann können Sie in Deutschland Hilfe bekommen.  Es gibt in Deutschland Psychologen und Psychiater, die sich auf die Behandlung von Posttraumatischen Belastungsstörungen spezialisiert haben. Haben Sie Mut und vertrauen Sie sich Ihrem Hausarzt, den Mitarbeitern der Migrationsberatungsstellen oder Ihrem Lotsen an, sie können Ihnen auf Ihrem Weg behilflich sein. Zusammen können Sie einen geeigneten Psychologen finden. Wenn Sie noch nicht genügend deutsch sprechen, kann die Behandlung beim Psychologen auch mit einem Dolmetscher erfolgen. Normalerweise sind das geschulte Dolmetscher, die schon häufiger bei einer Therapie gedolmetscht haben. Der Arzt und auch der Dolmetscher unterliegen der Schweigepflicht, d.h. sie dürfen nichts von dem weiter erzählen, was Sie ihnen anvertrauen. Bevor Sie mit einer Therapie beginnen, müssen sie die Übernahme der Kosten für den Psychologen und für den Dolmetscher bei Ihrem Sozialzentrum beantragen. Sie dürfen erst mit der Behandlung beginnen, wenn das Sozialzentrum zugestimmt hat. Bei all dem unterstützen Sie die Mitarbeiter der Migrationsberatungsstellen. 

Diese Broschüre erklärt Ihnen was ein Trauma, Traumafolgestörungen sind und wie Sie behandelt werden können.

Ethn-med. Zentrum_Trauma u. Traumafolgestörungen (deutsch)

Auch wenn Kinder noch sehr jung sind, bekommen sie vieles mit und leiden ebenfalls unter den bedrückenden Erlebnissen. Als Elternteil weiß man häufig nicht, wie man seinem Kind helfen kann. Die nachfolgende Broschüre von der Bundes Psychotherapeuten Kammer gibt Ihnen einige Hinweise.

Psychotherapeutenkammer_Wie helfe ich meinem Kind (deutsch)

Kinder

Für Kinder gibt es spezielle Kinderärzte. Diese Ärzte führen auch Vorsorgeuntersuchungen für Kinder und Jugendliche durch, so genannte U1-bis U9- Untersuchungen von Geburt an bis zum Schulalter. Eltern bekommen nach der Geburt ihres Kindes ein Vorsorgeheft, in dem die Ergebnisse der Untersuchungen eingetragen werden.

Bringen Sie dieses Vorsorgeheft immer zu den Besuchen bei dem Kinderarzt mit. Die Früherkennungsuntersuchungen sollten zu bestimmten Zeitpunkten in der Entwicklung des Kindes stattfinden. Sie werden zusätzlich schriftlich auf die Vorsorgeuntersuchungen hingewiesen. Weitere Informationen bekommen Sie bei Ihrem Kinderarzt und bei der Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung (mehrsprachig).

Wegweiser zu Schutzimpfungen in verschiedenen Sprachen können Sie auf der Seite des Ethno Medizinischen Zentrums e.V. herunterladen.

Impfkalender in 20 Sprachen erhalten Sie auf der Seite des Robert Koch Instituts.

Bei der Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung bekommen Sie auch weitere mehrsprachige Informationen zu dem Themenbereich Schwangerschaft und die ersten Jahre des Kindes unter 

http://www.bzga.de/infomaterialien/kinder-und-jugendgesundheit/kurz-knapp-elterninfos/.

Im Notfall

Hier finden Sie die wichtigen Nummern im Überblick

Polizei

Der wichtigste Ansprechpartner im Notfall ist für Sie die Polizei. Sie sorgt in Deutschland für Sicherheit und Ordnung. Die Beamten schützen Sie nicht nur im Verkehr oder bei den Großveranstaltungen, sie sind auch für die Notfälle für Sie da. Es gibt weibliche und männliche Beamte, die gleichberechtigt sind d.h. sie verfügen über gleiche Rechte und müssen ihren gegenseitigen Anweisungen folgen.

Den Notruf setzt man in ganz Deutschland unter der Telefonnummer 110 ab. In der Zentrale werden die wichtigen Angaben wie Name, Vorname, Straße bzw. Ort, Telefon, Alter, Anlass, Anzahl der betroffenen Personen und Anzahl der Verletzungen aufgenommen. Danach werden weitere Schritte eingeleitet und Sie werden auch vom Telefon an der Unfallstelle unterstützt.

Feuerwehr, Unfall, Notfall

Handelt sich es um einen Brand oder Rettung der Menschen, allgemein um einen Unfall, medizinischen Notfall ist die Notrufnummer 112 zu wählen

Ärztlicher Bereitschaftsdienst (bei Krankheit)

Immer dann, wenn Sie ärztliche Hilfe benötigen und Ihr Hausarzt gerade nicht erreichbar ist und Sie nicht wissen, wo sich in Ihrer Nähe eine Bereitschaftsdienstpraxis befindet, wählen Sie 116 117. Die Rufnummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes gilt bundesweit – ohne Vorwahl.

Apothekennotruf

Wenn Sie eine Apotheke im Notdienst (an den Feiertagen) suchen, wählen Sie folgende Nummer:

aus dem Festnetz (kostenlos): 0800 - 00 - 22833
vom Mobiltelefon (69 ct/Min): 22833.

Bundespolizei, Zoll

Die Bundespolizei übernimmt die Sicherung der Grenzen. Als Flüchtling haben Sie sicherlich bereits die Bundesbeamten auf Ihren Weg nach Deutschland getroffen, bei der Registrierung an der Grenze, auf den Bahnhöfen oder Flughafen.

In den grünen Uniformem sind Zollbeamte zu erkennen. Sie sind für Bekämpfung vom Warenschmuggel bei der Ein- und Ausreise sowie der „Schwarzarbeit“ (nicht angemeldete Tätigkeit) verantwortlich.

Die Bundespolizei erreichen Sie unter 0049 800-6 888 000.

Weitere Nummern im Notfall

Seenotrettung

Seenotrettung ist die Hilfe für in Seenot geratene Menschen. Zu den Tätigkeiten gehören die Rettung von Schiffbrüchigen, die Brandbekämpfung auf See, die Suche nach Vermissten, die Bergung von Toten sowie die Bergung von Schiffen, Booten oder anderen Gegenständen auf See.

Rufen Sie folgende Nummern an, wenn Sie in Seenot sind:

Aus dem Festnetz: 0049 421-536 870

Vom Mobiltelefon: 124 124

Sperrung der EC- und Kreditkarten

Sobald Sie bemerken, dass Ihre EC-Karte verschwunden ist, bzw. gestohlen wurde, rufen Sie die Sperr-Notrufnummer an. Die Karte wird sofort gesperrt und kann nicht mehr benutzt werden.

Folgende Nummer können Sie wählen:

Zentraler Sperr-Notruf 116 116

EC-Karte 0049 1805-021 021

VISA 0800-811 8440

MasterCard 0800-819 10 40

Zentralruf der Autoversicherer

Sie sind an einem Autounfall beteiligt und haben keine Angaben zu der Versicherung des Unfallgegners, dann können Sie die zentrale Hotline wählen und den Unfall unter 0180 25026 melden.  

Seelsorgetelefon

Probleme und Krisen können uns in jeder Lebensphase treffen. Probleme mit der Partnerin oder dem Partner, Mobbing in der Schule oder am Arbeitsplatz, Arbeitsplatzverlust, Sucht, Krankheit, Einsamkeit, Sinnkrisen, spirituelle Fragen. Solche Ereignisse und Verletzungen bringen uns oft an unsere Grenzen. Sie haben dringenden Gesprächsbedarf. Wählen Sie eine dieser folgenden Nummern:

Frauentelefon 0800-116 016

Telefonseesorge 0049 800-1110111 oder 0049 800-1110222

Kinder- und Jugendtelefon 0049 800-1110333

Informationen und Rat

Jeder Anfang ist schwer: so ein deutsches Sprichwort! Und es ist sicherlich nicht einfach, in einem fremden Land den Fuß zu fassen. Es ist alles neu, fremd, ungewohnt. Die Sprache klingt anders und Sie können sich nicht verständigen. Der Start in Deutschland soll Ihnen so einfach wie möglich gemacht werden. Im Kreis Schleswig-Flensburg gibt es verschiedene Beratungsstellen, die Ihnen behilflich sein könnten, Ihre Fragen zu antworten, oft auch in einer anderen Sprache.

Migrationssozialberatung für erwachsene ZuwandererInnen

Die Migrationsberatung SH richtet sich an zugewanderte Erwachsene, die ab dem ersten Tag in Deutschland Rat und Unterstützung benötigen.

Bei  Fragen zu folgenden Themen können Sie sich zum Beispiel an die MigrationsberaterInnen wenden:

  •  das Leben in Deutschland,
  •  Meine Rechte,
  •  das Ausländerrecht, Asylverfahren und der Aufenthalt
  •  Deutsch lernen,
  •  Wohnungssuche bzw. Umzug,
  •  Gesundheit,
  •  Ausbildung, Beruf, Weiterbildung
  •  Sonstiges

Kommen Sie in die Sprechstunden oder vereinbaren Sie einen Termin

Telefon: 04621 87 246
Fax: 0421 87 626
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Hinweis: Sprechzeiten: Mo. und Do. von 9-12 Uhr; Mi.und Fr von 14-16 Uhr und n. Vereinbarung; Außensprechstunden: Harrislee, Bürgerhaus, Süderstraße 101 jeden 1. und 3. Mittwoch im Monat von 14-16 Uhr; Kropp, Bücherei, Schulstr. 20 jeden 1. und 3. Dienstag im Mona
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Telefon: 04621 87 672
Fax: 04621 87 626
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Hinweis: Sprechzeiten: Mo.u. Do.: 9-12 Uhr und 14-16 Uhr; Mi. u. Fr.: 9-12 Uhr; Außensprechstunde: Flüchtlingshilfebüro, Königstr. 6, Schleswig jeden 2. und 4. Mittwoch im Monat
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Telefon: 04621 87 472
Fax: 04621 87626
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Hinweis: Sprechzeiten: Mo. u. Do.: 9-12 Uhr und 14-16 Uhr; Mi. u. Fr.: 9-12 Uhr und n. Vereinbarung
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Telefon: 04621 706175
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Telefon: 04621 965514
Fax: 04621 965518
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Hinweis: Sprechzeiten: Di. u. Mi.: 9-12 Uhr; Do.: 15-17 Uhr; Außensprechstunde: Poststr. 1, Schleswig Mo. 10-12 Uhr und n. Vereinbarung
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Telefon: 04642 9656833
Mobil: 0175 9004332
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Hinweis: Sprechzeiten: Di.: 9-12 Uhr; Do.: 14-16 Uhr; Fr.: 9-12 Uhr und n. Vereinbarung
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Telefon: 04621 38 11 54
Mobil: 0160 3202845
Fax: 04621 38 11 38
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Hinweis: Sprechzeiten: Mo. 8-12 Uhr; Di. u. Do.: 14-17 Uhr; Mi. u. Fr.: 8-10 Uhr Außensprechstunden: Süderbrarup, Mühlenstr. 34 jeden Mo. 13-15 Uhr; Flensburg, Johannhiskirchhof 19a jeden Mi. 9-12 Uhr; Tarp, Wiesengrund 1 jeden 1. u. 3. Fr. im Monat 9-12 Uhr
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Jugendmigrationsdienst- Beratung für junge Menschen mit Migrationshintergrund

Sie sind erst vor kurzem als Schüler, Jugendlicher nach Deutschland gekommen und möchten sich zum Thema Schule, Ausbildung, Beruf, Sprache, Freizeit und Kultur, Erziehung, Kindheit und Jugend beraten lassen. Im Kreis Schleswig-Flensburg bietet der Jugendmigrationsdienst Beratung für zugewanderte Jugendliche und junge Erwachsene bis zum Alter von 27 Jahren an.

Telefon: 04621 381112
Fax: 04621 381138
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Hinweis: Sprechzeiten: Mo:8-12 Uhr; Di. u. Do.:14-17 Uhr; Mi. u. Fr.: 8-10 Uhr; Sprechstunde auch in FL möglich
Hinweis: weitere Sprechzeiten: jeden 1. Donnerstag/Monat von 10-14 Uhr ; i.d. Räumen der Koordinierungsstelle f.d. Flüchtlingsarbeit, Hindenburgstraße 2a, 24376 Kappeln; Tel.: 04642 - 92 52 42 2
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Telefon: 04621 3811 56
Fax: 04621 3811 38
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Hinweis: Sprechzeiten: Mo:8-12 Uhr;Di. u. Do.:14-17 Uhr; Mi. u. Fr.:8-10 Uhr; Beratung auch in FL möglich
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Bürgerservice des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge

Falls Sie noch weitere Fragen haben, können Sie sich an den Bürgerservice des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge wenden.

Sie erreichen den Bürgerservice unter der Telefonnummer: 0049 911 943-6390 oder auch schriftlich über das Kontaktformular unter www.bamf.de/kontakt-buergerservice.

Rechtsberatung

Es gibt zwei staatliche Unterstützungsmöglichkeiten in einem Rechtstreit, die den Bürgerinnen und Bürgern mit geringem Einkommen die Möglichkeit geben, sich rechtlich beraten und, soweit erforderlich, vertreten zu lassen.

Einerseits kann man allgemeine Beratung und Vertretung in einem außergerichtlichen Verfahren (Beratungshilfe), andererseits persönliche Begleitung und Vertretung in einem gerichtlichen Verfahren, die sogenannte Prozesskostenhilfe oder Verfahrenskostenhilfe in Anspruch nehmen.

Beratungshilfe

Die Beratungshilfe bieten die Beratungspersonen (Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte sowie auch Steuerberater und Wirtschaftsprüfer, in den Rentenangelegenheiten auch Rentenberater) an. Sie können unmittelbar eine der genannten Beratungspersonen Ihrer Wahl mit der Bitte um Beratungshilfe aufsuchen.

Auch das Amtsgericht gewährt Ihnen direkt Beratungshilfe. Es erteilt eine sofortige Auskunft, soweit Ihrem Anliegen dadurch entsprochen werden kann. Das Amtsgericht weist auch auf andere Möglichkeiten der Hilfe hin. Im Übrigen nimmt es Ihren Antrag auf Beratungshilfe oder Ihre Erklärung auf und stellt ggf. einen Berechtigungsschein aus.

Beratungshilfe kann in folgenden Rechtsgebieten gewährt werden:

  • Zivilrecht (zum Beispiel Mietrecht, Verkehrsunfälle, Familienrecht),
  • Verwaltungsrecht,
  • Verfassungsrecht,
  • Strafrecht, Ordnungswidrigkeitenrecht und
  • Arbeits- und Sozialrecht.

Der Antrag auf Beratungshilfe kann mündlich, montags bis freitags von 09.00 Uhr bis 12.00 Uhr bei der jeweils zuständigen Abteilung des Amtsgerichts, oder schriftlich über ein Antragsformular gestellt werden.

Bei der Antragstellung bringen Sie Ihren Ausweis bzw. eine Vollmacht mit, wenn Sie den Antrag nicht für sich selbst stellen. Außerdem werden Belege zu Ihrem Einkommen (Lohnabrechnung, ALG I und II Bescheide, Rentenbescheide etc.) benötigt sowie Ihre laufenden Belastungen, Zahlungen wie Miete, Abschläge für diverse Anbieter, um Ihre wirtschaftlichen Verhältnisse zu überprüfen. Weiterhin sollen Sie bereits möglich vollständige Unterlagen zu Ihrem Einliegen vorlegen, z. B. den Schriftverkehr.

Die Beratung ist kostenpflichtig. Wenn dem Antrag zugestimmt wird, werden die Kosten übernommen. Wird der Abtrag abgelehnt, können Kosten auf Sie zukommen, wenn bereits Beratung stattgefunden hat. Eine Gebühr von 15,00€ kann auch im Falle der Kostenübernahme von der Beratungsperson verlangt werden.

Für den Kreis Schleswig-Flensburg sind zwei Amtsgerichte zuständig:

Telefon: 04621 815-0
Fax: 04621 815-311
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Telefon: 0461 89-0
Fax: 0461 89-434
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Prozesskostenhilfe

Ist eine außergerichtliche Einigung nicht möglich, kann weitere Unterstützung, die so genannte Prozesskostenhilfe, beantragt werden.

 Voraussetzungen für die Antragstellung:

  • der Antragsteller bzw. die Antragstellerin kann die für eine Prozessführung erforderlichen Mittel nach seinen bzw. ihren wirtschaftlichen und persönlichen Verhältnissen nicht aufbringen,
  • die beabsichtigte Rechtsverteidigung oder Rechtsverfolgung hat hinreichende Aussicht auf Erfolg und
  • die beabsichtigte Rechtsverteidigung oder Rechtsverfolgung ist nicht mutwillig.

Weitere Informationen für das Verfahren siehe unter Menüpunkt Beratungshilfe.

Internet

Es gibt Informationen, die man schnell über verschiedene Internetseiten und Suchmaschinen finden kann. Auch fast alle Verwaltungen, Behörden, Institutionen des öffentlichen Lebens sind im Internet erfasst.

Auf der Seite des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge finden Sie viele Tipps zum Alltag unter Menüpunkt „Willkommen in Deutschland“ unter www.bamf.de/willkommen-in-deutschland.

Falls Sie nach Informationen im Internet suchen, seien Sie vorsichtig!!!! Geben Sie nie Ihre persönlichen Daten ein. Es gibt viele unseriöse Seiten, hinter denen sich Betrüger verbergen und sich für andere Institutionen ausgeben. Sie verschicken oft diverse E-Mails mit fiktiven Zahlungsanforderungen, Mahnungen etc. Öffnen Sie solche E-Mails gar nicht, vor allem wenn Ihnen der Absender unbekannt ist. Sie können bösartige Viren enthalten, die Ihre persönlichen Daten löschen bzw. stehlen können.

Weitere Informationen zum Thema Internet finden Sie unter dem Menüpunkt Verbraucherschutz.

Die Gelben Seiten

Wichtige Adressen und Telefonnummern finden Sie in den „Gelben Seiten“, in dem regionalen Telefonbuch. Die Gelben Seiten werden jährlich aktualisiert und in den Geschäften, Postfilialen etc. ausgelegt, damit jeder Bürger ein kostenfreies Exemplar erhalten könnte.

Die Gelben Seiten gibt es auch im Internet unter www.gelbeseiten.de zu finden.

Kindergarten und Schule

Kindergarten

Seit dem 1. August 2013 hat jedes Kind, das das erste Lebensjahr vollendet hat, einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz in einer Betreuungseinrichtung oder in der Tagespflege. Die Realität in den deutschen Kitas sieht jedoch oft anders aus. Es ist sehr wichtig für die Entwicklung Ihres Kindes, dass es so früh wie möglich gezielt gefördert wird, vor allem beim altersgerechten Spracherwerb und bei der allgemeinen Vorbereitung auf den Schulbesuch.

 Melden Sie rechtzeitig Ihr Kind bei einer Einrichtung Ihrer Wahl an. Bedenken Sie, dass die Nachfrage oft die vorhandenen Kapazitäten übersteigt. !!!

 

 

Es gibt in Deutschland viele Möglichkeiten der Kinderbetreuung.

Im Alter bis zu drei Jahren:

  •  Krabbelgruppen
  •  Tagesmütter/Tagesväter
  •  Spielkreise
  •  Kinderkrippen
  •  altersgemischte Kindergärten

Ab drei Jahren bis zum Schulstart:

  • Kindergärten
  • sonstige schulvorbereitende Einrichtungen, Kindertagesstätten
  • Tagesmütter/Tagesväter

Ab dem Schulalter:

  • Ganztagsschulen
  • Horte
  • Hausaufgabenbetreuung
  • Betreute Schulen etc.

Schulen

In Schleswig-Holstein besteht 9 Jahre Vollzeitschulpflicht, danach Berufsschulpflicht bis zum 18. Lebensjahr. Die Erziehungsberechtigten sind dazu verpflichtet, für den regelmäßigen Schulbesuch ihrer Kinder zu sorgen.

Alle Kinder, die in Deutschland leben, müssen zur Schule gehen!!! Wenn Ihr Kind nicht zur Schule geht, können Sie ein Bußgeld auferlegt bekommen; schlimmstenfalls wird die Polizei eingeschaltet.

Der Schulbesuch an staatlichen Schulen ist kostenlos. Zusätzlich gibt es in Deutschland auch Privatschulen. Diese verlangen in der Regel Schulgebühren von den Eltern.

Grundschule (Primarstufe)

In Schleswig-Holstein besuchen alle Kinder ab dem Alter von 6 Jahren eine Grundschule. Frühere oder spätere Einschulung ist möglich. Die Kinder werden in der Regel aufgrund des Wohnortes einer Schule zugeteilt. Die Eltern müssen ihre Kinder bei einer Schule anmelden. Die Fristen werden schriftlich von der Schule mitgeteilt. Aufgrund der Schulpflicht werden die Kinder automatisch an der zuständigen Schule aufgenommen, anders als bei der Anmeldung an einem Kindergarten. Sie müssen sich nicht sorgen, dass Ihr Kind keinen Platz erhält. Eine Einschulung an einer Schule Ihrer Wahl ist ebenfalls in Deutschland möglich, muss im Vorfeld überprüft werden, ob weitere Kapazitäten zur Verfügung stehen. Nehmen Sie dann rechtzeitig Kontakt mit der Schule auf.

Die Grundschule organisiert für die tägliche Schulzeit einen festen zeitlichen Rahmen von vier Unterrichtsstunden für die Klassenstufen 1 und 2 sowie fünf Unterrichtsstunden für die Klassenstufen 3 und 4 für alle Schülerinnen und Schüler.

Die meisten Grundschulen bieten eine Betreuung vor und nach den Unterrichtszeiten an, dadurch ist es Eltern möglich ihre Arbeitszeiten etwas freier zu gestalten. Die Schulbetreuung ist gebührenpflichtig.

Weiterführende Schulen (Sekundarstufe I und II)

Nach der Grundschule besuchen die Kinder je nach Leistungsvermögen Förderzentren, Gemeinschaftsschulen oder Gymnasien. Mittlerweile gibt es an sehr vielen Schulen ein Ganztagsangebot mit diversen Freizeitmöglichkeiten.

Das Schulsystem an den weiterführenden Schulen ist sehr unterschiedlich. Die Entscheidung, welche weiterführende Schule sich für Ihr Kind am besten eignet, soll zusammen mit den Lehrkräften und Ihrem Kind getroffen werden.

Hier finden Sie die Schulen im Überblick:

  • Hauptschulen (bis zur 9. oder 10. Klasse)
  • Realschulen (bis zur 10. Klasse)
  • Schulen mit mehreren Bildungsgängen (hier können Haupt- oder Realschulabschlüsse erworben werden)
  • Gymnasien (bis zur 12. oder 13. Klasse)
  • Gesamtschulen (ohne oder mit gymnasialer Oberstufe, hier können alle Abschlüsse erworben werden)

Es gibt viele Möglichkeiten in Deutschland, sich weiter zu bilden und nach einem erfolgreichen Abschluss eine weitere Schule zu besuchen, bis man die Allgemeine Hochschulreife (Abitur) erlangt. Dieser höchst schulische Abschluss berechtigt zum Studium an den Universitäten und Hochschulen.

Im Laufe der Schulzeit ist der Wechsel von einer Schulart zu der anderen möglich, wenn die Leistungen diesen zulassen. Das Schulsystem ist sehr flexibel in Deutschland und eröffnet viele berufliche Möglichkeiten. Nutzen Sie diese Chance und bilden Sie sich weiter. Mit der Allgemeinen Hochschulreife haben Sie den meisten Zugang zu diversen Berufen, weiterhin können Sie ein Studium aufnehmen und einen akademischen Abschluss erwerben.

Klassenfahrten, Ausflüge, Schulfeste, Schulveranstaltungen, Schwimmunterricht etc. sind ein wichtiger Bestandteil des Schulalltags. Lassen Sie Ihre Kinder daran teilnehmen und bringen Sie sich persönlich ein. Ihre Teilnahme an dem Schulleben ist für alle fördernd und stärkt die Motivation Ihrer Kinder.

 

Geht Ihr Kind in einen Kindergarten, bekommt es dort jede Woche einige Förderstunden um die deutsche Sprache gut zu erlernen und für den Eintritt in die Schule vorbereitet zu sein.

Wenn Sie und Ihre Familie neu in Deutschland sind und Ihr Kind ist in einem Alter, in dem es in die Schule gehen muss, geht Ihr Kind zuerst in eine DaZ Klasse. DaZ bedeutet Deutsch als Zweitsprache. Hier erlernt es von speziell geschulten Lehrkräften die deutsche Sprache. In einem zweiten Schritt kann Ihr Kind dann in einigen Fächern am Regelunterricht einer Klasse teilnehmen, bevor es bei ausreichenden Sprachkenntnissen vollständig in die Regelklasse übergeht und nur noch einige Stunden in der Woche Förderunterricht in der deutschen Sprache bekommt. Welches DaZ Zentrum für Ihr Kind zuständig ist, erfahren Sie in der Schule an Ihrem Wohnort.

Ab dem 16. Lebensjahr gehen Jugendliche in die DaZ-Klassen der Beruflichen Bildungszentren.

Häufig stellen Eltern sich die Frage in welcher Sprache Sie mit Ihrem Kind sprechen sollen. Das Staatsinstitut für Frühpädagogik in München hat zu dieser Thematik einen  mehrsprachigen Elternbrief herausgebracht. 

Mobilität

Unsere Gesellschaft ist mehr denn je eine mobile Gesellschaft. Ob zu Fuß, mit dem Rad, im Auto, im Bus, in der Bahn (Straßen, U-, S-Bahn) oder im Flugzeug: Mobilität prägt unseren Alltag.

Hier finden Sie Informationen zu den Verkehrsregeln und allgemeine Informationen zum Thema Mobilität in Deutschland.

Gib acht im Verkehr! (Verkehrsregeln in mehreren Sprachen)

Radfahren

Die wichtigsten Verkehrsregeln für RadfahrerInnen finden Sie hier in mehreren Sprachen

Richtiges Verhalten in den öffentlichen Verkehrsmitteln (Bussen, Bahnen etc.)

Es gibt bestimmte Regeln, die man in den öffentlichen Verkehrsmitteln beachten sollte. Hier finden Sie paar Tipps zum richtigen Verhalten:

  • Führen Sie mit sich immer eine gültige Fahrkarte! Schwarzfahren (ohne Fahrkarte) kostet Sie in Deutschland eine Menge Geld!
  • Lassen Sie zuerst andere Fahrgäste aussteigen, bevor Sie einsteigen.
  • Falls Sie eine ältere Person, eine schwangere Frau oder jemanden mit Gehbehinderungen oder anderen Behinderungen sehen, bieten Sie ihnen Ihren Sitzplatz an.
  • Falls Sie mit Kindern reisen, achten Sie darauf, dass die Kinder beschäftigt sind, damit sie nicht unnötigerweise andere Fahrgäste stören.
  • Hören Sie keine laute Musik.
  • Telefonieren Sie in einer angemessen Lautstärke.
  • Hinterlassen Sie Ihren Sitzplatz sauber
  • Verhalten Sie sich im Allgemeinen rücksichtsvoll gegenüber anderen Mitfahrern; Schubsen, Toben, Drängeln gehört sich nicht!
  • Beachten Sie die weiße Linie auf dem Bahnsteig, die den Sicherheitsabstand markiert!

Soziale Leistungen

Deutschland ist ein Sozialstaat. Was bedeutet es? Grundsätzlich sollte jede Bürgerin und jeder Bürger durch Arbeit selbst für ihren/seinen Lebensunterhalt sorgen. Der Staat hilft jedoch Menschen, die nicht oder nur eingeschränkt in der Lage sind, ihre Lebensgrundlage aus eigener Kraft zu sichern. Er gleicht Benachteiligungen aus. Es gibt eine Reihe staatlicher Sozialleistungen.

Hier finden Sie die wichtigen sozialen Leistungen im Überblick:

Leistungen nach Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG)

Asylbewerber/-innen, Ausländer/-innen mit Duldung und Ausländer/-innen mit Aufenthaltsgestattung erhalten Leistungen nach Asylbewerberleistungsgesetz.

Dies beinhaltet folgende Leistungen:

  • Grundleistungen für Ernährung, Unterkunft, Heizung, Kleidung, Gesundheitspflege, Gebrauchs- und Verbrauchsgüter des Haushaltes (notwendiger Bedarf)
  • Leistungen zur Deckung persönlicher Bedürfnisse des täglichen Lebens (notwendiger persönlicher Bedarf)
  • Leistungen bei Krankheit, Schwangerschaft und Geburt

Bei besonderen Umständen sind gegebenenfalls auch weitere Leistungen möglich, die im Einzelfall bewilligt werden. Nähere Informationen hierzu erhalten Sie in dem für Sie zuständigen Sozialzentrum.

Telefon: 04609 900-350
Fax: 04609 900-370
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Telefon: 0461 16844-0
Fax: 0461 16844-80
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Telefon: 04608 9720-0
Fax: 04608 9720-30
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Telefon: 04642 9245-0
Fax: 04642 9245-55
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Telefon: 04624 4571-0
Fax: 04624 4571-20
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Telefon: 04621 4813-0
Fax: 04621 4813-299
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Telefon: 04621 3064-0
Fax: 04621 3064-70
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Bildung und Teilhabe (Bildungspaket)

Zusätzlich können Bezieher von Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz einen Antrag auf Bildungs- und Teilhabeleistungen für ihre Kinder stellen.

Allgemeine Informationen finden Sie zum Bildungspaket unter Menüpunkt Alle Infos von A-Z unter Bildung und Teilhabe sowie den Antrag auf der Seite des Kreises unter http://www.schleswig-flensburg.de.

Leistungen nach SGB II (Arbeitslosengeld II, umgangssprachlich Hartz IV)

Leistungen nach SGB II können beantragt werden, wenn der Antragssteller

  • min. 15 Jahre alt ist und eine gewisse Altersgrenze noch nicht erreicht hat,
  • erwerbsfähig (min. 3 Stunden pro Tag arbeiten kann) ist,
  • hilfebedürftig (nicht den Lebensunterhalt selbst tragen kann) ist,
  • seinen gewöhnlichen Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland hat.

Der Grundgedanke des SGB II lautet: fordern und fördern. Arbeitslose werden aufgefordert, sich eine Arbeit oder Ausbildung zu suchen. Ziel ist hauptsächlich, eine Beschäftigung zu finden, die ausreichend Einkommen (Geld) für die Einzelperson bzw. gesamte Familie sichert. Wie das Ziel erreicht wird, wird in einer Eingliederungsvereinbarung (in einem gemeinsamen Vertrag) festgelegt. Durch diverse Angebote werden Kunden gezielt bei der Arbeitssuche gefördert (finanziell unterstützt).

Folgende Leistungen können beantragt werden:

  • Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes (Regelbedarf, Mehrbedarf, Kosten der Unterkunft und Heizung, Beiträge für Kranken- und Pflegversicherung)
  • Leistungen zur Eingliederung in Arbeit
  • Leistungen für Bildung und Teilhabe

Der Antrag auf SGB II ist in dem jeweiligen Sozialzentrum zu stellen, siehe Adressen unter Menüpunkt AsylbLG.

Bildung und Teilhabe (Bildungspaket)

Bezieher von Leistungen nach dem SGB II können einen Antrag auf Bildungs- und Teilhabeleistungen für ihre Kinder stellen.

Allgemeine Informationen finden Sie zum Bildungspaket unter Menüpunkt Alle Infos von A-Z unter Bildung und Teilhabe sowie den Antrag auf der Seite des Kreises.

Leistungen für Familien mit Kindern

Kindergeld

Erziehungsberechtigte, in der Regel Eltern, können Kindergeld für ihre Kinder beantragen.

Kindergeld gibt es:

  • für alle Kinder bis zum 18. Lebensjahr,
  • für Kinder in Ausbildung, bis zum 25. Lebensjahr,
  • für arbeitslose Kinder bis zum 21. Lebensjahr,

die in Deutschland, in einem Mitgliedstaat der EU oder EWR leben.

Das Kindergeld wird einkommensunabhängig gezahlt!

Familien können zusätzlich Kinderfreibeträge bei der Lohn- und Einkommensteuer gewährt werden.

Zum 01.01.2017 wurde das Kindergeld erneut angehoben, dieses Mal um zwei Euro. Gleichzeitig steigt der Kinderzuschlag um weitere 10 Euro, nachdem er bereits zum 01.07.2016 um 20 Euro angehoben wurde. Ebenfalls steigt der Kinderfreibetrag ab dem 01.  Januar 2017 auf 7.356 Euro, nachdem er in 2015 um 118 Euro und 2016 um weitere 180 Euro erhöht wurde. 


01.01.2015 01.01.2016 01.01.2017
1. und 2. Kind 188 Euro 190 Euro 192 Euro
3. Kind 194 Euro 196 Euro 198 Euro
ab 4. Kind 219 Euro 221 Euro 223 Euro

Antragstellung erfolgt über die Familienkasse der Agentur für Arbeit.

Kinderzuschlag

Kinderzuschlag kann an Familien mit geringem Einkommen gezahlt werden, wenn

  •  die Kinder unverheiratet unter 25 Jahre sind und in demselben Haushalt leben,
  •  das Einkommen der Familie das Existenzminimum der Eltern, jedoch nicht der Kinder sichert,
  •  man keine Leistungen nach SGB II oder Sozialhilfe bezieht.

Der Kinderzuschlag beträgt maximal 150 Euro pro Kind und Monat. Den Antrag erhalten Sie bei der Familienkasse, auch online

Zusätzlich können Eltern Antrag auf Bildungs- und Teilhabeleistungen stellen, siehe Bildung und Teilhabe unter Menüpunkt Übersicht von A -Z.

Elterngeld

Das Elterngeld erhalten Eltern, die

  • ihr Kind in den ersten 14 Monaten nach der Geburt selbst betreuen.
  • nicht mehr als 30 Stunden in der Elternzeit arbeiten.
  • zusammen mit ihrem Kind in einem Haushalt leben.
  • einen Wohnsitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland haben.

Alle Eltern können Elterngeld erhalten unabhängig davon, ob sie eine Beschäftigung vor der Geburt ausgeübt haben. Die Höhe des Elterngeldes ist vom Einkommen abhängig. Der Mindestbetrag beträgt 300 Euro pro Monat. Mit einem Elterngeldrechner können Sie die Höhe des Elterngeldes selbst errechnen.

Den Antrag und weitere Formulare finden Sie hier.

Das Elterngeld muss schriftlich beantragt werden. Wenden Sie sich bitte an die zuständige Elterngeldstelle

Mutterschaftsgeld

Das Mutterschaftsgeld können Frauen erhalten, die:

  • freiwillig oder gesetzlich mit Anspruch auf Krankengeld krankenversichert sind,
  • eine Beschäftigung (Heimarbeit oder Minijob) vor der Geburt des Kindes ausgeübt haben,
  • während der Schwangerschaft vom Arbeitgeber zulässig gekündigt worden sind.

Mutterschaftsgeld wird während der Schutzfristen (die Frauen dürfen in dieser Zeit nicht arbeiten) gezahlt:

  • 6 Wochen vor der Geburt und 8 Wochen nach dem Termin,
  • 12 Wochen nach der Entbindung bei einer Früh- oder Mehrfachgeburt.

Die Höhe des Mutterschaftsgeldes wird nach dem Einkommen der letzten drei Monate errechnet und beträgt maximal 13 Euro pro Tag.

Zum Mutterschaftsgeld wird Arbeitgeberzuschuss gezahlt, wenn das Einkommen höher als 390 Euro vor dem Mutterschutz war.

Weitere Informationen finden Sie zum Thema Familie, Schwangerschaft, Frauen auf der Seite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Wohngeld

Wohngeld (Zuschuss zur Miete oder bei Eigentum Lastenzuschuss) kann von Familien mit geringem Einkommen beantragt werden.

Die Höhe des Wohngeldes wird:

  • vom Einkommen und Anzahl der Familienmitglieder,
  • von der Höhe der aktuellen Miete bzw. den Belastungen

errechnet.

Weitere Informationen sowie den Antrag finden Sie auf der Seite des Kreises.

Zusätzlich können Wohngeldberechtigte einen Antrag auf Bildungs- und Teilhabeleistungen für ihre Kinder stellen, siehe Bildung und Teilhabe unter dem Menüpunkt Alle Infos von A-Z.

Arbeitslosengeld I (beim Arbeitsverlust)

Arbeitslosengeld können Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beantragen, die zurzeit arbeitslos sind.

Als arbeitslos gilt ein Arbeitnehmer, wenn er

  • nicht in einem Beschäftigungsverhältnis steht
  • sich bemüht, seine Beschäftigungslosigkeit zu beenden und
  • sich dem Arbeitsmarkt (den Vermittlungsbemühungen der Agentur für Arbeit) zur Verfügung stellt.

Arbeitslose müssen sich persönlich bei der Agentur für Arbeit melden und bestimmte Zeiten sozialversicherungspflichtig beschäftigt sein, um den Anspruch zu haben.

Nach erfüllten Voraussetzungen wird das Arbeitslosengeld zwischen 6 und 12 Monaten gezahlt. Für ältere Arbeitslose kann das Arbeitslosengeld für 24 Monate gewährt werden.

Arbeitslose müssen sich um eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung (mind. 15 Stunden) bemühen. Sie werden von der Agentur für Arbeit regelmäßig beraten.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Seite der Bundesagentur für Arbeit.

Ausbildungsförderung (BAföG)

Das Bundesausbildungsförderungsgesetz regelt die staatliche Unterstützung für die Ausbildung von Schülern und Studenten. Die Ausbildungsförderung soll einerseits eine Chancengleichheit schaffen andererseits die sozialschwächeren Bürgern eine Möglichkeit geben, einen Berufsabschluss zu erlangen.

Ausbildungsförderung wird Auszubildenden gewährt, die bei Beginn der Ausbildung noch nicht 30 Jahre alt sind.

Nach dem BAföG kann der Besuch

  • von allgemeinen Schulen ab Klasse 10 (Schüler-BAföG)
  • von Fachschulen (Schüler-BAföG)
  • Berufsfachschulen (Schüler-BAföG)
  • Akademien und Hochschulen (Studien-BAföG oder Bildungskredit)

gefördert werden.

Ausbildungen im dualen System können nicht nach dem BAföG gefördert werden. Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) kann unter bestimmten Voraussetzungen beantragt werden.

Die Höhe der Förderung richtet sich nach der Art der Ausbildungsstätte und der Unterbringung. Die Höhe der Förderung kann online berechnet werden. Zum Rechner gelangen Sie hier.

Ob Geflüchtete BAföG erhalten, hängt von dem Aufenthaltsstatus ab.

Anerkannte Flüchtlinge (anerkannte Asylberechtigte, Flüchtlinge mit Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft bzw. subsidiärem Schutz) können unabhängig davon, wie lange sie bereits in Deutschland sind, BAföG beantragen.

 

Geduldete und Inhaber bestimmter humanitärer Aufenthaltstitel, wenn sie sich bereits 15 Monate in Deutschland aufhalten (vgl. §8 BAföG, Abs. 2, 2 und Abs 2a).

Asylbewerber und -bewerberinnen, über deren Asylantrag noch nicht entschieden ist, können kein BAföG beantragen.

Allgemeine Informationen zum Thema BAföG finden Sie auf der Seite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Hier finden Sie Übersichten für den Zugang zur Ausbildungsförderung von Geflüchteten, EU-Bürgerinnen und Bürgern sowie Drittstaatsangehörigen, die die Fachstelle Einwanderung des Förderprogramms "Integration durch Qualifizierung (IQ)" erstellt hat.

Ausbildungsförderung für Geflüchtete (PDF, 556 KB)

Ausbildungsförderung für Drittstaatsangehörige (PDF, 547 KB)

Ausbildungsförderung für die EU-Bürgerinnen und -Bürger (PDF, 397 KB)

Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)

Berufsausbildungsbeihilfe können Auszubildende (in einer Ausbildung, „Azubis“ genannt) beantragen, die nicht bei ihren Eltern wohnen und bestimmte Voraussetzungen erfüllen. BAB können ebenfalls die Teilnehmer an berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen (BvB) erhalten.

Die BAB ist eine Förderung der Bundesagentur für Arbeit. Die Höhe der BAB richtet sich während einer Ausbildung:

  • nach der Art der Unterbringung,
  • der Höhe der Ausbildungsvergütung des Auszubildenden
  • dem Jahreseinkommen der Eltern, des Ehegatten oder des Lebenspartners.

Die Förderung beinhaltet einen pauschalen Betrag für den Lebensunterhalt und Kosten, die mit der Ausbildung zusammenhängen, z. B. Fahrkosten und Kosten für Arbeitskleidung.

BAB kann auch für eine außerbetriebliche Berufsausbildung (nicht in einem Betrieb) übernommen werden.

Azubis, die im eigenen Haushalt wohnen und die BAB beziehen, können einen Zuschuss nach dem Sozialgesetzbuch, Zweites Buch - Grundsicherung für Arbeitssuchende (SGB II) erhalten. Voraussetzung dafür ist, dass die BAB und sonstiges Einkommen die Kosten für Unterkunft und Heizung nicht decken. Unangemessene hohe Kosten können nicht berücksichtigt werden.

Bei berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen (BvB) werden Lehrgangskosten, notwendige Fahrkosten, Kosten für Lernmittel und Arbeitskleidung unabhängig vom Einkommen teilweise nach pauschalen Beiträgen übernommen. Für behinderte Auszubildende gelten die besonderen Regelungen zur Förderung der Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben.

Einen Anspruch auf BAB, Sie nur, wenn sie sich vor Ausbildungsbeginn mindestens fünf Jahre im Inland (Deutschland) aufgehalten haben und fünf Jahre rechtmäßig erwerbstätig gewesen sind oder wenn zumindest ein Elternteil sich während der letzten sechs Jahre insgesamt drei Jahre im Inland aufgehalten hat und drei Jahre rechtmäßig erwerbstätig gewesen ist. 

Solange Sie in den ersten 15 Monaten in Deutschland vom Sozialamt Leistungen nach § 3 AsylbLG erhalten, können diese weitergezahlt werden, auch wenn Sie eine Ausbildung anfangen und keine Berufsausbildungsbeihilfe erhalten.

Geflüchtete mit Aufenthaltsgestattung erhalten nach 15 Monaten grundsätzlich höhere Leistungen nach § 2 AsylbLG i. V. m. dem SGB XII. Wenn Sie aber eine Ausbildung machen, für die man eigentlich Berufsausbildungsbeihilfe erhalten kann, zahlt das Sozialamt –außer in Härtefällen – keine Sozialleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz mehr.

Neuerung mit dem Integrationsgesetz!

Für Gestattete, die eine gute Bleibeperspektive haben, stehen Leistungen der Ausbildungsförderung befristet bereits nach drei bzw. fünfzehn (Berufsausbildungsbeihilfe und Ausbildungsgeld) Monaten Voraufenthalt offen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite der Bundesagentur für Arbeit.

Leistungen nach SGB XII

Sozialhilfe umfasst die Hilfe zum Lebensunterhalt, die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbs-minderung sowie weitere Leistungen in besonderen Lebenssituationen, wie z. B. Pflegebedürftigkeit.

Anspruch auf Sozialhilfeleistungen besteht nur, wenn ein Bedarf nicht aus eigenen Mitteln gedeckt werden kann.

Hilfe zum Lebensunterhalt können demnach nicht erwerbsfähige Personen erhalten, die z. B. eine befristete Rente wegen voller Erwerbsminderung beziehen, längerfristig erkrankt sind oder auch in einer Einrichtung betreut werden. 

Anspruch auf Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung haben hilfebedürftige Personen ab 65 Jahren sowie dauerhaft, allein aus medizinischen Gründen voll erwerbsgeminderte Personen ab 18 Jahren (Personen, die auf Dauer weniger als 3 Stunden täglich arbeiten können).

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Kreises unter Menüpunkt Soziales.

Bildung und Teilhabe (Bildungspaket)

Bezieher von Leistungen nach dem SGB XII können einen Antrag auf Bildungs- und Teilhabeleistungen für ihre Kinder stellen.

Allgemeine Informationen finden Sie zum Bildungspaket unter Menüpunkt Übersicht A-Z unter Bildung und Teilhabe sowie den Antrag auf der Seite des Kreises unter  http://www.schleswig-flensburg.de.

Altersrente

Die gesetzliche Rente wird gezahlt, wenn Versicherte ein bestimmtes Alter (Regelaltersgrenze) erreicht und für mindestens fünf Jahre gesetzlich versichert waren (allgemeine Wartezeit).

Versicherte, die vor dem 1. Januar 1947 geboren sind, können mit Vollendung des 65. Lebensjahres in Rente gehen. Für nachfolgende Jahrgänge wird die Regelaltersgrenze zwischen dem Jahr 2012 und 2029 schrittweise von 65 auf 67 Jahre angehoben.

Die Höhe der Altersrente richtet sich vor allem nach der Dauer der versicherungspflichtigen Beschäftigung und der Höhe des dabei erzielten Entgelts.

Es gibt auch andere Arten der Altersrente.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Sprache

Es gibt viele Möglichkeiten, Deutsch zu lernen. Schulen, Universitäten, Vereine, Kulturzenten sowie private Sprachschulen bieten Sprachkurse für diverse Altersgruppen an.

Die Sprachförderung für erwachsene Zuwanderer besteht im Kreis Schleswig-Flensburg aus verschiedenen Angeboten, die sowohl vom Bund, Kommunen, diversen Bildungsträgern als auch von Haupt- und Ehrenamtstätigen getragen werden.

Die gesamte Übersicht aller angebotenen Sprachkurse finden Sie hier

Übersicht aktueller Sprachkurse im Kreis Schleswig-Flensburg_16.02.2017 (PDF, 1,1 MB)

Im KURSNET der Bundesagentur für Arbeit können Sie ebenfalls nach einem passenden Kurs suchen.

Übersicht aktueller Sprachkursangebote im Kreis SL-FL und der Stadt FL (XLSX, 21 KB)

Allgemeine Informationen zu den jeweiligen Kursangeboten sowie eine Übersicht der Standorte im Kreisgebiet finden Sie in den Unterpunkten

STAFF-Kurse (Starterpaket für Flüchtlinge in Schleswig-Holstein)

Im Rahmen des Projektes 'STAFF.SH - Starterpaket für Flüchtlinge in Schleswig-Holstein' werden Kurse zur ersten Sprachförderung von örtlichen Volkshochschulen und anderen zugelassenen Integrationskursträgern durchgeführt.

Die Kurse knüpfen an die bereits in den Erstaufnahmeeinrichtungen angebotenen WISH-Kurse (Willkommen in Schleswig-Holstein) an und bieten weitere Möglichkeiten an:

  • Deutsch zu lernen,
  • sich im Alltag, gezielt vor Ort in der Kommune oder in der Stadt zu orientieren,
  • bzw. sich in die gesellschaftlichen Strukturen zu integrieren.

Die Kurse umfassen insgesamt 120 Unterrichtsstunden. Für Teilnehmende, die einen ersten STAFF-Kurs besucht haben, können zwei weitere, hierauf aufbauende Kurse angeboten werden, so dass eine Person bis zu 360 STAFF-Stunden besuchen kann. Die Kurse werden in Kleingruppen, max. 20 Teilnehmer pro Gruppe durchgeführt. Die Sprache kann auf der Stufe A1/A2 erlernt werden. Dank der Förderung des Landes Schleswig-Holstein sind die Kurse kostenlos.

Für alle Asylsuchende ist die Teilnahme am Projekt möglich. Erkundigen Sie sich an der Volkshochschule in Ihrer Nähe, ob ein STAFF-Kurs angeboten wird. Beachten Sie jedoch, dass die Integrationskurse vorrangig sind. Die Teilnahme an einem Staff-Kurs darf nicht zum Verlust des Rechtsanspruches auf einen Integrationskursplatz führen!

Übersicht aktueller Staff-Kurse im Kreisgebiet (PDF, 34 KB)

Weitere Informationen zu den STAFF-Kursen finden Sie auf der Seite des Landesverbandes der Volkshochschulen Schleswig-Holstein.

FlyerSTAFF2016 (PDF, 374 KB)

Integrationskurse

Basissprachkurs (300 UE)       Aufbaukurs (300 UE)       Orientierungskurs (100 UE bisher 60 UE)      Abschlusstests

Ziel des Kurses: Integration und gesellschaftliche Teilhabe von Zuwanderern.

Es gibt spezielle Integrationskurse bis zu 960 UE (Jugendintegrationskurse, Eltern- und Frauenintegrationskurse, Integrationskurse mit Alphabetisierung, Förderkurse, Intensivkurse für Schnelllerner mit 430 UE).

 

Integrationskurse sind an folgende Zielgruppen gerichtet:

- alle Spätaussiedler und neu zuwandernde Menschen mit einem auf Dauer angelegten Aufenthaltsstatus,

- Ausländer, bereits länger in Deutschland leben, Unionsbürger sowie besonderes integrationsbedürftige Deutsche,

- neu zugewanderte Menschen, die sich nicht auf einfache Art der deutschen Sprache verständigen können,

- Ausländer, die besonders integrationsbedürftig sind und von der Ausländerbehörde aufgefordert werden,

- Ausländer, die die Leistungen nach SGB II beziehen und von den Trägern der Grundsicherung wegen mangelnder Deutschkenntnisse zur Teilnahme aufgefordert werden.

NEU: Integrationskurse für Asylbewerber:

- Ausländer, die eine Aufenthaltsgestattung gem. § 55 Abs. 1 AsylG besitzen und bei denen ein rechtmäßiger und dauerhafter Aufenthalt zu erwarten ist,

- Ausländer, die eine Duldung gem. § 60 a Abs. 2 S. 3 AufenthG besitzen und

- Ausländer, die eine Aufenthaltserlaubnis gem. § 25 Abs. 5 AufenthG besitzen.

Vor Beginn des Kurses wird ein Einstufungstest durchgeführt. Der Kurs endet mit einem „Zertifikat Integrationskurs“, bestehend aus zwei Teilen:

„Deutsch –Test für Zuwanderer“ (DTZ) und Orientierungskurs „Leben in Deutschland“ (LiD). Das Sprachniveau wird bis B2 unterrichtet.

Wenn man die Abschlussprüfungen nicht beim ersten Versuch besteht, kann ein Wiederholungsantrag auf weitere Teilnahme am Sprachkurs gestellt werden. 300 UE können zusätzlich gefördert und die Abschlussprüfung kann erneut kostenlos absolviert werden.

Kostenbeitrag für die Teilnahme: jede UE kostet 1,20 Euro. Den Rest übernimmt das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Auf einen Antrag auf Befreiung von Kosten kann die Teilnahme kostenfrei sein, z. B. Kunden im Bezug von bestimmten sozialen Leistungen können solchen Antrag beim BAMF stellen.

Fahrtkosten können ebenfalls erstattet werden. Der Teilnehmer hat freie Wahl des Kursträgers und kann über den Träger einen Antrag auf Zulassung stellen.

Da die Zulassung begrenzte Zeit gültig ist, muss der Kurs  nicht nach 3 Monaten, sondern laut der neuen Verordnung zum Integrationsgesetz vom 31.07.2016 nach 6 Wochen  nach der Anmeldung beginnen. Mit der Anmeldung zu einem Kurs verpflichtet sich jedoch der Teilnehmer zur regelmäßigen Teilnahme am Kurs und am Abschlusstest.

Weitere allgemeine Informationen zu den Kursen finden Sie auf der Seite des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge

Weitere Informationen zu den Integrationskursen für Asylbewerber finden Sie hier.

Antrag auf Zulassung zu einem Integrationskurs für Asylbewerber, Geduldete und Ausländer mit Aufenthaltserlaubnis gemäß § 25 Abs. 5 AufenthG finden Sie hier in mehreren Sprachen.

Merkblatt zum Integrationskurs für Asylbewerber, Geduldete und Ausländer mit Aufenthaltserlaubnis gemäß § 25 Abs. 5 AufentG können Sie auf der Seite des BAMF in mehreren Sprachen erhalten. Klicken Sie hier.

Einen passenden Integrationskurs in Ihrer Nähe finden Sie hier.

ESF-BAMF-Programm - Deutsch für Beruf

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) bietet Kurse für berufsbezogene Sprachförderung über ausgewählte Bildungsträger für Menschen mit Migrationshintergrund im so genannten ESF-BAMF-Programm an.

Die Kurse verbinden Deutschunterricht, berufliche Qualifizierung und die Möglichkeit, einen Beruf durch Betriebsbesichtigungen und ein Praktikum näher kennenzulernen. Weiterhin wird die Anerkennung von Berufsabschlüssen thematisiert und das Anerkennungsverfahren fachlich begleitet.

Ziel des Kurses ist die Förderung von Menschen mit Deutsch als Zweitsprache zur Integration in den ersten Arbeitsmarkt oder Erleichterung des Zugangs zu Weiterbildungs-maßnahmen.

Zur Zielgruppe gehören:

  • Kunden im SGB II und SGB III mit Deutsch als Zweitsprache,
  • Asylbewerber und Flüchtlinge im Rahmen der Bundesprogramme „ESF Integrationsrichtlinie Bund“ oder „ESF-Bundesprogramm für Bleibeberechtigte und Flüchtlinge II“, (Besuch eines I-Kurses ist bisher nur für einige Herkunftsländer bzw. für Geduldete mit einem bestimmten Status offen, alle anderen sind von der Teilnahme ausgeschlossen),
  • Beschäftigte in Betrieben als Selbstzahler (3,20 EU pro UE),

Teilnahme an dem Sprachkurs ist mit folgenden Voraussetzungen verbunden:

  • Sie sprechen Deutsch als Zweitsprache,
  • Sie haben Schulpflicht bereits erfüllt,
  • Sie sind arbeitssuchend,
  • Sie haben erfolgreich einen Integrationskurs absolviert bzw. Anspruch ausgeschöpft mit nachgewiesenem Sprachniveau A1,
  • Sie verfügen über ausreichende Deutschkenntnisse auf dem Niveau B1.

Der Kurs umfasst Deutschunterricht, Qualifizierungsmodul und Praktikum bis zu 730 Unterrichtseinheiten (6 Monate bzw. 12 Monate bei Teilzeitkursen). Unterrichtet wird in Kleingruppen bis 22 Personen.

Zum Abschluss des Kurses kann ein Sprachzertifikat auf dem Niveau von B2 erworben werden. Sonst wird detaillierte Teilnahmebestätigung am Ende des Kurses und ein Praktikumsbericht bzw. -zeugnis ausgestellt. Die Förderung berufs-bezogener Zertifikate ist über das BAMF möglich.

Weiterhin können die Fahrtkosten vom BAMF übernommen werden, wenn die kürzeste Strecke vom Wohn- bis zum Kursort min. 3 km beträgt.

Das Programm läuft aus und wird durch das neue Programm Berufsbezogene Sprachförderung (DeuFöV) ersetzt.

Ehrenamtsinitiativen (Sprachkurse)

Neben den hauptamtlichen Sprachangeboten gibt es im Kreis Schleswig Flensburg diverse ehrenamtliche Sprachkurse, die eigenständig durch die vielen engagierten Bürger bzw. mit Unterstützung der Gemeinden organisiert werden. Die Strukturen der Kurse sind auf die Bedürfnisse der Flüchtlinge abgestimmt und entsprechend angeboten. Hier finden Sie eine kurze Zusammenfassung der Merkmale der ehrenamtlichen Kurse:

  • Unterricht in Kleingruppen
  • Lehrkräfte: überwiegend pensionierte Deutsch-/Lehrer, Studenten mit dem Schwerpunkt "DaZ" oder Menschen mit pädagogischem Hintergrund
  • heterogenes Sprachniveau und Lerntempo
  • individuelle Lernbegleitung
  • Teilnahme 1 Tag/ Woche bis 5 Tage/ Woche, meistens nachmittags
  • Fahrtkosten werden im AsylbLG nicht erstattet, somit Teilnahme nur vor Ort möglich oder Kosten durch Sponsoren oder Spenden finanziert
  • parallel zu einem hauptamtlichen Kurs.

Übersicht aktueller ehrenamtlicher Sprachkurse im Kreisgebiet

Wenn Sie einen Ansprechpartner für die jeweiligen Kurse suchen, wenden Sie sich an Ihre Gemeinde/Ihr Amt.

Wohnen

Wohnungssuche

Wenn Sie eine Wohnung oder ein Haus suchen, ist das Internet Ihr erster Anlaufpunkt. Dort gibt es Anbieter, die sich auf die Vermittlung von Wohnungen und Häusern spezialisiert haben. Viele Zeitungen veröffentlichen ebenfalls aktuelle Wohnungsanzeigen auf ihrer Internetseite. Weiterhin finden Sie aktuelle Anzeigen in der örtlichen Presse. Man kann sich zusätzlich informieren, welche Wohnungsgesellschaften sich in der Nähe befinden und die Geschäftsstellen persönlich aufsuchen.

Bei der Wohnungssuche können Sie im zuständigen Wohnungsamt Unterstützung erhalten. Dort werden die Wohnungen oft direkt vermittelt. Sollten hier keine freien Wohnungen verfügbar sein, können Ihnen hier weitere Kontaktpersonen bzw. gezielte Wohnungsangebote genannt werden. Es gibt auch Immobilienmakler, die gegen Bezahlung die Wohnungssuche für Sie übernehmen.

Immobilienmakler können für ihre Tätigkeit max. zwei Monatsmieten zuzüglich der Mehrwertsteuer berechnen. Örtliche Ansprechpartner finden Sie in den Telefonbüchern oder im Internet.

 

Kontaktaufnahme mit dem Anbieter

Haben Sie ein passendes Wohnungsangebot gefunden, müssen Sie möglichst schnell per E-Mail oder telefonisch Kontakt zum Anbieter/Vermieter aufnehmen. Die Wohnungen sind in der Regel schnell vergriffen.

Staatliche Unterstützung – Wohnberechtigungsschein

Einige Wohnungen (Sozialwohnungen), die vom Staat gefördert werden, werden über die Wohnungsämter an bedürftige Bevölkerungsgruppen vermittelt. Um eine solche Wohnung mieten zu können, benötigen Sie einen Wohnberechtigungsschein. 

Wenn Ihr Einkommen unter einer bestimmten Grenze liegt, können Sie den Wohnberechtigungsschein in dem zuständigen Wohnungsamt oder in der Gemeindeverwaltung beantragen. Beispielsweise haben Alleinerziehende, kinderreiche Familien, ältere Menschen oder Menschen mit Behinderung ein Anrecht auf den Wohnberechtigungsschein. Trotz der Berechtigung entscheidet der Vermieter, ob der Mietvertrag zustande kommt, und nicht das Wohnungsamt.

Weiterführende Informationen zum Wohnberechtigungsschein für den Kreis Schleswig-Flensburg finden unter diesem Link. Informationen zum Wohngeld haben wir unter Punkt  Soziale Leistungen für Sie bereitgestellt.

Mietvertrag

Wenn Sie zur Miete wohnen, haben Sie einen Mietvertrag mit dem Vermieter geschlossen. Es ist ein wichtiges Dokument, das viele Details des Mietverhältnisses regelt und für Sie und Ihren Vermieter verbindlich ist.

Lesen Sie den Mietvertrag sehr genau, bevor Sie ihn unterschreiben. In der Regel wird der Mietvertrag schriftlich geschlossen, er kann jedoch ebenfalls mündlich vereinbart werden.

Vor dem Abschluss des Mietsvertrags informieren Sie sich unbedingt über:

 

  • die Höhe der Miete
  • die Höhe der Nebenkosten (inklusive Heizkosten)
  • die Höhe der Kaution
  • eine mögliche Maklerprovision, wenn die Wohnung über den Immobilienmakler vermittelt wird
  • die Dauer des Mietvertrages
  • Kündigungsfristen
  • Renovierungsregelungen

Zusätzlich zum Mietvertrag wird beim Wohnungsbezug in der Regel ein Übergabeprotokoll angefertigt. Dieses soll von Ihnen unterschrieben werden. Mit Ihrer Unterschrift erklären Sie sich mit dem aktuellen Zustand der Wohnung einverstanden.

Lesen Sie sich das Protokoll sehr genau durch und kontrollieren Sie alle Angaben. Für die nicht angegebenen Schäden kann Ihr Vermieter Sie später verantwortlich machen.

 

 

Die Kaution

Die Kaution, die der Vermieter in der Regel beim Vertragsabschluss im Voraus verlangt, kann beim Auszug vom Vermieter behalten werden, wenn die Wohnung sich in einem schlechten Zustand befindet oder die Mieten nicht vollständig bezahlt wurden. Die Summe der Kaution darf max. drei Monatskaltmieten (ohne Nebenkosten) betragen.

Kaltmiete und Betriebskosten

Neben der Miete für die Wohnräumlichkeiten (Kaltmiete) werden die Betriebskosten (als Nebenkosten bezeichnet) gezahlt. Dazu gehören Kosten für Heizung und Wasser sowie Abwasser und weitere Kosten wie z. B. Müllabfuhr, Hausmeistertätigkeiten, Treppenreinigung. In der Regel wird ein bestimmter Betrag monatlich im Voraus gezahlt.

Einmal im Jahr werden mit dem Vermieter die entstandenen Kosten abgerechnet. Die Abrechnung der Kosten soll von Ihnen genau geprüft werden.

Hausordnung

Vom dem Vermieter erhalten Sie zusammen mit dem Mietvertrag in der Regel eine Hausordnung ausgehändigt. Sie regelt das Zusammenleben aller Hausbewohner. Mit der Unterschrift des Mietvertrages erklären Sie sich ebenfalls mit der Hausordnung einverstanden.

 

Nachtruhe ist unabhängig von der Hausordnung von 22 bis 6 Uhr gesetzlich festgelegt.

Mietrecht

Sie haben als Mieter bestimme Pflichten, wie die regelmäßige Zahlung der Miete oder die Beachtung der Hausordnung, aber auch Rechte, die Sie als Mieter nutzen können, z. B. bei diversen Reparaturen, die in der Regel vom Vermieter durchzuführen sind.

Wenn Sie Fragen zum Mietrecht haben, können Sie sich an den Mieterbund, andere Mietervereine oder Verbraucherzentrale vor Ort wenden. Die Beratungen sind teilweise kostenpflichtig. Sie können sich im Vorfeld über die Höhe der Kosten informieren.

Umzug, Adressenänderung

Sobald Sie umgezogen sind und eine neue Anschrift haben, müssen Sie die Adressenänderung der zuständigen Meldebörde in Ihrer Gemeinde mitteilen.

Sie erhalten bei der Ummeldung eine schriftliche Bescheinigung, die Sie nach Bedarf auch bei der Bank, Versicherungen, weiteren Ämtern und anderen Institutionen vorlegen können.

Mülltrennung in Deutschland

Der Müll wird in Deutschland getrennt gesammelt und entsprechend entsorgt. Es gibt diverse Behälter, die für bestimmte Artikel vorgesehen und farblich festgelegt sind:

  • Papier und Pappe = blaue oder grüne Tonne,
  • Biomüll (Obst- und Gemüseabfälle) = braune Tonne,
  • Verpackungen aus Plastik und Metall = gelbe Tonne/Sack,
  • der restliche Müll = graue oder schwarze Tonne.

Zusätzlich gibt es gesonderte Container für weitere Abfallsorten wie Glas, Altkleidersammlung, Sondermüll.

Richtig lüften

Warum müssen wir richtig lüften?

Wird schlecht gelüftet, bilden sich schnell feuchte Stellen im Bereich der Fenster und den Decken-Außenwandbereichen der Wohnung. In den feuchten Stellen bilden sich schwarze Flecken. Bei den schwarzen Flecken handelt es sich um einen Pilz, den Aspergillus niger. Dieser Pilz stößt Sporen aus, die von uns eingeatmet, schwere chronische Lungenerkrankungen hervorrufen.

Wie kommt es dazu, dass sich feuchte Stellen in einer Wohnung bilden können?

Kühle Luft kann weniger Wasser speichern als warme Luft. An kühleren Stellen einer Wohnung fällt aus mit Wasserdampf gesättigter Luft immer Wasser aus. Es bilden sich dort dann feuchte, bald schwarze Stellen.

Woher kommt die Feuchtigkeit?

 Es wird gekocht, geduscht, feuchte Handtücher sind dann vorhanden, es läuft die Waschmaschine, auch unsere Ausatemluft ist feuchter als die eingeatmete Luft. Wir Menschen geben etwa anderthalb Liter Wasser über die Atemluft pro Tag ab. All diese Quellen bilden den Wasserdampf in der Luft.

Wie können wir die Feuchtigkeit einer Wohnung so regulieren, dass es zu keinen schwarzen krankmachenden Flecken kommt?

Kühle Luft kann weniger Luft speichern als warme Luft.

Es muss also regelmäßig dafür gesorgt werden, dass die in einer Wohnung aufgewärmte Luft gegen kühle Luft ausgetauscht wird, Es muss gelüftet werden. Beim Lüften kann man sich bildlich vorstellen, werden ein bis zwei Eimer Wasser mit der aufgewärmten Wohnungsluft aus der Wohnung transportiert. Im Austausch kommt kältere Außenluft in die Wohnung. Die frische Außenluft hat weniger Feuchtigkeit d.h. weniger Wasser in sich. In der Wohnung wird die kältere Luft durch die Wärme der Wände, Möbel, Elektrogeräte und Menschen langsam aufgewärmt. Die aufgewärmte Luft kann jetzt wieder vermehrt Feuchtigkeit aufnehmen. Wenn wir nun lüften, können erneut ein zwei Eimer Wasser nach draußen befördert werden. So bleibt die Wohnung ausreichend trocken. Es können sich keine feuchten Flecken bilden.

Wie lüften wir richtig?

Wir müssen regelmäßig alle 4 Stunden lüften. Dabei werden die Fenster weit geöffnet. Es muss dafür gesorgt werden, dass es zu einem Durchzug kommt, also in mehreren Räumen gleichzeitig die Fenster und Türen auf sind. Nach 5 bis 10 Minuten ist die warme feuchte Luft gegen kältere trockenere Luft ausgetauscht worden. Die Feuchtigkeit hat die Wohnung verlassen.

Dauerlüften bewirkt dagegen, dass sich die Luft in der Wohnung nie richtig aufwärmen kann. Im Bereich der offenen Fenster kommt es zu kälteren Stellen in der Wand, als im Bereich der übrigen Wohnung. Die kältere kaum aufzuwärmende Luft kann insgesamt weniger Feuchtigkeit speichern.

Da die Feuchtigkeit aber da ist, schlägt sie sich an den kälteren Außenstellen im Bereich der Fenster und Decken-Außenwandbereiche ab. Und schon entstehen die schwarzen Flecken!

Vor dem Schlafen gehen sollt noch einmal kräftig durchgelüftet werden. Über Nacht offene Fenster haben bedeutet, dass sich die feuchte Atemluft nicht nur an den kühlen Fensterbereichen, sondern auch im Bettzeug niederschlägt, was der Hausstaubmilbe ein ideales Lebensumfeld eröffnet. Die Exkremente der Hausstaubmilben können ebenfalls Lungenerkrankungen bewirken.

Also regelmäßig lüften, danach die Fenster wieder für mindestens 4 Stunden ganz schließen, und dann erneut lüften, so dass über den Tag mindestens 4 mal gut gelüftet wird.

Diese Art des Lüftens nennt sich Stoßlüften.

 

Dauerlüften ist gesundheitsgefährdend und muss unbedingt unterlassen werden!

 

Allgemeine Tipps in mehreren Sprachen zum Thema Wohnen (Lüften, Heizen, Mülltrennen etc.) finden Sie hier