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Kinder, Jugendliche, UMA

Für Kinder, die nach ihrer Flucht in Deutschland angekommen sind, ist es besonders wichtig einen ganz normalen Alltag zu gestalten.

Sind sie im Kindergartenalter, dann können sie sofort in dem nächstgelegenen Kindergarten angemeldet werden. Für Familien, die geringes Einkommen haben, greift die sogenannte Sozialstaffel. Dadurch ist eine Ermäßigung bis hin zu einer kompletten Übernahme der Kindergartengebühren möglich. In der Regel bekommt man die Anträge für die Sozialstaffel direkt im Kindergarten oder im Sozialzentrum. Hier finden Sie weitere Informationen sowie die Anträge. Im Kindergarten gibt es Sprintmaßnahmen, das sind Sprachfördermaßnahmen für Kinder mit Förderbedarf.

Kinder im Schulalter werden nach ihrer Ankunft im Kreisgebiet in einem Deutsch als Zweitsprache Zentrum eingeschult. Dort erlernen sie zuerst die deutsche Sprache und werden in einer zweiten Stufe in bestimmten Fächern in die Regelklasse eingegliedert, bevor sie in einer weiteren Stufe komplett in die Regelkasse übergehen und nur noch stundenweise Sprachförderung erhalten. Die örtlich zuständige Regelschule nennt der Familie das zuständige DaZ-Zentrum.

Ab dem 16. Lebensjahr werden Jugendliche i.d.R. in den zuständigen DaZ-Zentren der Beruflichen Schulen eingeschult.

Busfahrkarten müssen ggf. beantragt werden. Ansprechpartner und Unterstützung bieten die Schulen. Hier gibt es Antworten auf oft gestellte Fragen sowie die Anträge auf Ermäßigung.

Über das Bildungs- und Teilhabepaket, dessen Leistungen auch Familien im laufenden Asylverfahren zustehen, können unter bestimmten Voraussetzungen Nachhilfestunden beantragt werden. Weitere Informationen  finden Sie untenstehend.

Bildungs- und Teilhabepaket

Wer wird unterstützt?

Aus dem Bildungs- und Teilhabepaket werden unterstützt:

  • Familien, die Arbeitslosengeld II beziehen
  • Familien, die Leistungen nach dem SGB XII beziehen
  • Familien, die Wohngeld oder Kindergeldzuschlag erhalten
  • Familien, die Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz beziehen.

Was wird unterstützt?

  • eintägige Ausflüge der Schule/der Kindertageseinrichtung
  • mehrtägige Klassenfahrten / Kindertageseinrichtungsfahrten
  • Ausstattung mit persönlichem Schulbedarf
  • Schülerbeförderungskosten in Höhe einer Monatsfahrkarte für den ÖPNV nach Vollendung der Schulpflicht
  • notwendige Lernförderung zusätzlich zum schulischen Angebot
  • gemeinschaftliches Mittagessen in der Schule oder in der Kindertageseinrichtung (Eigenanteil 1,00 Euro)
  • Bedarfe zur Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben in Höhe von monatlich 10,00€ (Vereinsbeiträge, Musikunterricht, Ferienpassaktivitäten, Schwimmkurs, Babyschwimmen, Kurse in der Ganztagsschule u.a.)

Wer unterstützt Sie bei der Antragstellung?

  • die Leitung Ihrer Kindertagesstätte
  • die Klassenlehrerin oder der Klassenlehrer
  • das zuständige Sozialzentrum
  • Anbieter wie z.B. Sportvereine, Musikschulen etc.

Bei weitergehenden Fragen stehen Ihnen folgende Ansprechpartner zur Verfügung:

Telefon: 04609 900-350
Fax: 04609 900-370
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Telefon: 0461 16844-0
Fax: 0461 16844-80
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Telefon: 04608 9720-0
Fax: 04608 9720-30
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Telefon: 04642 9245-0
Fax: 04642 9245-55
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Telefon: 04624 4571-0
Fax: 04624 4571-20
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Telefon: 04621 4813-0
Fax: 04621 4813-299
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Telefon: 04621 3064-0
Fax: 04621 3064-70
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Weitere Informationen sowie den Antrag finden Sie auf der Seite des Kreises unter http://www.schleswig-flensburg.de.

Bildung und Teilhabe deutsch (PDF, 525 KB)

Bildung und Teilhabe persisch (PDF, 576 KB)

Bildung und Teilhabe kurdisch-kurmanci (PDF, 617 KB)

Bildung und Teilhabe kurdisch-sorani (PDF, 562 KB)

Familienzusammenführung bei Unbegleiteten minderjährigen Ausländern

Unbegleitete minderjährige Ausländer haben nach der unanfechtbaren Anerkennung ihrer Flüchtlingseigenschaft bzw. ihrer Anerkennung als Asylberechtigte ebenfalls das Recht ihre Eltern nach Deutschland nachzuholen. Aufgrund der Minderjährigkeit kann den Eltern ein früherer Termin zur Vorsprache am Konsulat in Istanbul gewährt werden. Die Eltern müssen sich hierzu nach der Einreise in die Türkei an die Internationel Organsiation for Migration (IOM, siehe unten) wenden. IOM unterstützt syrische Antragsteller im Visumsverfahren, der Service ist kostenlos.

Folgende Schritte sind nach der Einreise in die Türkei zu beachten:

1) Wenden Sie sich an eine IOM Beratungsstelle in Gaziantep oder Istanbul (Adressen siehe unten)

2) IOM kontrolliert ihre Unterlagen auf Vollständigkeit

3) Anschließend tritt IOM mit dem Konsulat in Kontakt und fragt den nächstmöglichen Termin an

4) Entsprechende der Antwort des Konsulates teilt IOM Ihnen Ihren neuen Termin mit. Der Termin ist kostenlos.

IOM ist als Beratungsstelle der einzige Partner der deutschen Auslandsverrtetung in der Türkei. 

Projektbeschreibung/Werbung IOM (PDF, 622 KB, 31.10.2016)