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Sprache

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Sie haben Fragen zum Thema Sprachförderung und möchten einen passenden Sprachkurs für Ihren Geflüchteten finden. Auf dieser Seite werden Ihre ersten allgemeinen Fragen zur Sprachförderung beantwortet.

In der Regel kommen die Geflüchteten mit sehr geringen Deutschkenntnissen ins Land, wenig von ihnen sprechen Englisch. Um die Integration in die Gesellschaft, Arbeit, Ausbildung, Studium zu ermöglichen, muss die deutsche Sprache zügig gelernt werden.

Bereits in der Erstaufnahmeeinrichtung wird in der Regel der erste Deutschkurs (Willkommenskurs) zur sprachlichen Orientierung angeboten. Innerhalb von 2 Wochen werden die ersten Informationen zum Leben in Deutschland unterrichtet.

Mit der Verteilung in die Kreise werden die Flüchtlinge am gleichen Tag in die Gemeinden und Ämter zugewiesen und im Asylbewerberleistungsgesetz aufgenommen. Laut Gesetz gibt es begrenzte Möglichkeiten und rechtliche Regelungen, an einem Sprachkurs teilzunehmen. Weiterhin werden nicht flächendeckend Kurse für die Flüchtlinge angeboten. Für alle Geflüchteten sind die sogenannten Staff-Kurse vom Land (Starterpaket für Flüchtlinge in Schleswig-Holstein) als Anschlussangebot von den Willkommenskursen vorgesehen. Zusätzlich werden von Privatpersonen und Institutionen fast in jedem Amt und jeder Gemeinde des Kreises Schleswig-Flensburg mehrere ehrenamtliche Sprachkurse angeboten. Diese finden meistens in Kleingruppen statt und können auf die Zielgruppe abgestimmt werden. Wenn die Flüchtlinge noch keine Leistungen nach SGB II beziehen, finden sie bei den ehrenamtlichen Sprachkursen am schnellsten ein passendes Angebot.

Mit der Anerkennung als Flüchtling und Übertritt ins SGB II werden Flüchtlinge von der Ausländerbehörde verpflichtet, an einem Integrationskurs vom BAMF innerhalb von 2 Jahren (nach dem neuen Integrationsgesetz innerhalb von einem Jahr) teilzunehmen. Die Zulassung zum Integrationskurs wird gemeinsam mit dem Reiseausweis für Flüchtlinge von der Ausländerbehörde ausgehändigt. Ferner kann das zuständige Jobcenter die Person ebenfalls verpflichten. Somit ist die Teilnahme an einem Sprachkurs im SGB II obligatorisch. Es gibt ebenfalls spezielle Integrationskurse, die eine gezielte Gruppe wie Frauen, Jugendliche bzw. Analphabeten unterrichten. Mit einem erfolgreichen Abschluss von einem Integrationskurs wird das sprachliche Niveau von B1 erreicht. Danach ist weitere Sprachförderung möglich, jedoch nicht obligatorisch.

In einem Anschluss an den Integrationskurs kann ein ESF-BAMF-Kurs besucht werden, der berufsbezogen ausgerichtet ist und berufliche Kompetenzfestlegung sowie ein Praktikum beinhaltet. In der Regel wird in dem Kurs ein B 2-Niveu als Ziel gesetzt. Mit dem erlangten B2 Niveau ist man in der Regel auf eine Ausbildung ausreichend vorbereitet. Bei einer beaufsichtigten Studienaufnahme muss man weitere vorbereitende Kurse an den Universitäten oder Fachhochschulen absolvieren, um eine sprachliche Aufnahmeprüfung zu bestehen. Informieren Sie sich an der Universität oder Fachhochschule Ihrer Wahl, welche Kurse Sie zusätzlich besuchen können.

Weitere Informationen zu den jeweiligen Sprachkursangeboten im Kreis Schleswig-Flensburg finden Sie zum Thema Sprache unter dem Menüpunkt Für Flüchtlinge/Fragen im Alltag/Sprache.

Ehrenamtliche Sprachförderung

Als Ehrenamtlicher möchten Sie Geflüchteten vielleicht auch bei dem Erlernen der deutschen Sprache behilflich sein. Mittlerweile gibt es einige Angebote, gerade auch online, die Ihnen hierbei Unterstützung in Form von methodischen Ratschlägen aber auch in Form von einem ganzen Methodenkoffer anbieten. Die Koordinierungsstelle für Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit bietet im Jahr 2017 zu diesem Thema auch Seminare an. Bitte schauen Sie regelmäßig unter Ihre Möglichkeit aktiv zu werden/Ich habe Zeit/Privatpersonen/Wo bekomme ich Unterstüzung/Schulungs- und Informationsveranstaltungen.

Nachfolgend listen wir einige Internetseite auf:

Sprachbegleitung einfach machen! Der Werkzeugkoffer für Ehrenamtliche
Viele erwachsene Geflüchtete sprechen kein oder nur wenig Deutsch. Ausreichende Deutschkenntnisse spielen eine zentrale Rolle bei der Integration in Arbeit und Gesellschaft. Von Ehrenamtlichen bereitgestellte Angebote zur Sprachbegleitung sind eine wichtige Unterstützung im Integrationsprozess. Pädagogisches Grundwissen und Orientierung in der Vielfalt der Lernmaterialien für Deutsch als Fremdsprache gehören zu den zentralen Herausforderungen, die den Ehrenamtlichen hierbei begegnen. Das Dossier "Sprachbegleitung einfach machen!" hilft Ehrenamtlichen bei der Entwicklung ihrer Deutschlernangebote und hält einen Werkzeugkoffer für Ehrenamtliche bereit, damit die Begegnung mit den Lernenden menschlich befriedigend, pädagogisch durchdacht und sprachlich ergiebig ist.

Info01_BeschreibungSprachbegleitungEinfachMachen_lang (DOCX, 34 KB)

Flyer01_SprachbegleitungEinfachMachen (PDF, 205 KB)

wb-web-Flyer 2016 (PDF, 213 KB, 23.02.2017)

ZUM-Willkommen: Ein offenes Portal für den Deutschunterricht mit Flüchtlingen